Ein Blick hinter die Kulissen von Wissenschaft und Technik – speziell für Schülerinnen: Genau das hat uns das empowerMINT-Projekt der TH Rosenheim versprochen. In diesem Bericht möchten wir unsere Zeit in diesem Programm Revue passieren lassen und Einblicke in unsere Erfahrungen geben. Dabei geht es nicht nur um die fachlichen Inhalte, sondern auch um praktische Erfahrungen, neue Perspektiven und viele Eindrücke, die wir während des Projekts sammeln konnten. Unser Ziel ist es zu zeigen, wie uns dieses Programm einen spannenden Zugang zur Welt der MINT-Fächer außerhalb des Schulalltags eröffnet hat.
Das empowerMINT-Programm richtet sich gezielt an Schülerinnen und ermöglicht Einblicke in verschiedene MINT-Bereiche und Berufsfelder. Organisiert wird das Projekt von der Technischen Hochschule Rosenheim und vor Ort von Steffi Panhans begleitet.
Über mehrere Monate hinweg nahmen wir an unterschiedlichen Terminen teil – darunter Unternehmensbesuche, ein Campus-Aufenthalt sowie Online-Veranstaltungen. Ziel war es, realitätsnahe Eindrücke davon zu vermitteln, wie es ist, als Frau in einem MINT-Beruf zu arbeiten.
Unser erstes Treffen war ein Kick-off in der Firma „Tech Division“. Dort wurde das Projekt vorgestellt, verschiedene Unternehmen präsentierten sich und wir konnten Schülerinnen anderer Schulen kennenlernen. Besonders hilfreich war zudem ein Workshop mit Richard Schneider zum Thema „erfrischend auftreten“, der uns auf unsere spätere Abschlusspräsentation vorbereitete.
Ein besonders spannender und wertvoller Bestandteil des Programms waren die Unternehmensbesuche. Allein die Möglichkeit, Firmen kennenzulernen und mit Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen, war eine einzigartige Erfahrung.
Unsere Gruppe besuchte drei unterschiedliche Unternehmen:
Bei der Nowofol Kunststoffprodukte GmbH in Siegsdorf erhielten wir Einblicke in die Herstellung von Kunststofffolien. Wir durften die Produktionshalle besichtigen, Materialtests im Labor beobachten und teilweise selbst durchführen sowie Einblicke in Lagerung und Versand der Produkte gewinnen.
Der zweite Besuch führte uns zu Heidenhain, einem Unternehmen für hochpräzise Mess- und Steuerungstechnik. Dort konnten wir verschiedene Bereiche kennenlernen – von Physik über Informatik bis hin zur Technik. Besonders beeindruckend war die Größe des Unternehmens und die Vielzahl an Fachrichtungen, die dort zusammenarbeiten.
Als drittes Unternehmen lernten wir die Brückner Maschinenbau GmbH kennen. Neben Informationen zur Produktion und internationalen Zusammenarbeit blieb uns vor
allem die Nachhaltigkeitsinitiative „Yes, we care“ in Erinnerung. Uns wurde dabei bewusst, wie viele einzelne Schritte notwendig sind, bis ein fertiges Produkt entsteht und wie viele Unternehmen im Hintergrund eine entscheidende Rolle spielen, ohne dass man sie im Alltag wahrnimmt.
Unser Fazit zu den Firmenbesuchen: In allen Unternehmen wurde großer Wert darauf gelegt, uns umfassend zu informieren. Besonders die Mitarbeiterinnen nahmen sich viel Zeit, um über berufliche Möglichkeiten für Frauen in MINT-Berufen zu sprechen. Alle unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet, und wir erhielten spannende Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche.
Neben den Unternehmensbesuchen fanden auch mehrere Online-Veranstaltungen statt. Dabei kamen wir unter anderem mit Studentinnen der TH Rosenheim ins Gespräch. Wir führten ein Experiment zum Thema Nachhaltigkeit durch, bei dem wir selbst mit Kunststoffmaterialien arbeiten konnten. Ein weiteres besonders interessantes Thema war die Vereinbarkeit von MINT-Berufen und Familie, zu dem Nicole Strübbe ihre persönlichen Erfahrungen mit uns teilte.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Campus Chiemgau der TH Rosenheim in Traunstein. Dort konnten wir den Studienalltag hautnah erleben und technische Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter und VR-Brillen selbst ausprobieren.
Den Abschluss bildete eine Präsentationsveranstaltung an der TH Rosenheim, bei der alle Teams ihre Erfahrungen vor Familienmitgliedern vorstellten. Zusätzlich gab es kreative Teamaufgaben, bei denen wir gemeinsam Lösungen entwickeln mussten.
Fazit: Insgesamt können wir das Projekt sehr empfehlen – nicht nur für Schülerinnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, sondern auch für diejenigen aus anderen Zweigen. Das Programm bietet eine einmalige Gelegenheit zur beruflichen Orientierung und eröffnet neue Perspektiven.
Wir finden es außerdem sehr positiv, dass unsere Schule dieses Projekt unterstützt, uns die Teilnahme ermöglicht und uns dafür vom Unterricht freigestellt hat.
Bericht und Bilder: Emma Henrich, Nele Henrich und Anna Kurzmann
In diesem Jahr haben unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 erneut am „Känguru der Mathematik“ teilgenommen. Der international bekannte Wettbewerb fand am 19. März 2026 statt und begeisterte rund 6 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern. Unser LTG war dabei eine von fast 13.000 deutschen Schulen, die insgesamt etwa 920.000 Schülerinnen und Schüler ins Rennen schickten.
Innerhalb von 75 Minuten mussten die Teilnehmenden eine Vielzahl von Multiple-Choice-Aufgaben lösen. Neben fundierten Kenntnissen des Schulstoffs waren dabei vor allem kreatives Denken und ausgeprägte Problemlösungsfähigkeiten gefragt. Da falsche Antworten zu Punktabzügen führen, ist reines Raten meist keine erfolgversprechende Strategie.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten unabhängig von ihrer Punktzahl einen Preis. Besonders gute Leistungen werden zusätzlich ausgezeichnet. Über den 3. Preis durften sich Josefine Aigner, Marinus Breitrainer, Ina Gully, Luise Hoppe, Katharina Kronast, Ludwig Meissner, Anna Sanner, Marlis Simon und Sophie Zimmermann freuen. Den 2. Preis erreichten Linda Greisinger, Sofia Lex, Leonhardt Liebhardt, Marian Tauber und Isabella Tosun. In diesem Jahr konnten wir gleich zwei Gewinnerinnen des 1. Preises feiern: Pia Demmel und Sophie Demmel!
Wir sind stolz auf die beeindruckenden Leistungen und das große mathematische Talent an unserer Schule. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!
Bericht: Christoph Thiele
Bilder: Irina Baum
Vom 16.03.2026 – 17.03.2026 fand an der Technischen Universität Dresden das MINT-EC Zukunftsforum 2026 statt. Nach der Ankunft gab es zunächst einen Empfang, bei dem die Teilnehmenden Gelegenheit hatten, anzukommen, sich zu orientieren und eine Stärkung zu sich zu nehmen. Zudem bot diese Phase die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.
Gegen 14 Uhr startete das offizielle Programm mit einer Begrüßung, gefolgt von einer Vorlesung sowie einer Podiumsdiskussion. Ergänzt wurde dieser Programmpunkt durch einleitende Worte der Vorsitzenden des MINT-EC-Netzwerks. Anschließend verteilten sich die Teilnehmenden auf verschiedene Hörsäle, in denen unterschiedliche Themen angeboten wurden. Je nach persönlichem Interesse konnte ein Vortrag gewählt werden. Thematisch ging es unter anderem um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin sowie in der Telemedizin. Die einzelnen Vorträge dauerten jeweils etwa 45 Minuten.
Nach dem inhaltlichen Teil fand ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem zwei Foodtrucks verschiedene Speisen, darunter auch Pizza, anboten. Der restliche Abend stand zur freien Verfügung. Am zweiten Tag, dem 17. März, begannen die Workshops, die im Vorfeld individuell ausgewählt werden konnten.
Der eintägige Workshop mit dem Titel „Von der Idee zur App – die App-Entwicklung in der Praxis“ vermittelte einen anschaulichen Einblick in die grundlegenden Schritte der App-Entwicklung. Zu Beginn wurde schrittweise erläutert, wie aus einer ersten Idee ein funktionierendes App-Konzept entsteht. Dabei standen insbesondere die Planung, Strukturierung und inhaltliche Umsetzung im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Grafikdesign. Hier erhielten wir hilfreiche Tipps und Anregungen, wie eine App optisch ansprechend gestaltet werden kann, sodass sie übersichtlich aufgebaut und intuitiv bedienbar ist.
Im praktischen Teil bestand unsere Aufgabe darin, in Zweiergruppen einen Prototypen einer App zu entwickeln. Jede Gruppe entwarf eine Anwendung über ihre jeweilige Herkunftsstadt, die sich an Touristen richtet. Die App sollte unter anderem Informationen zu Sehenswürdigkeiten enthalten, beispielsweise deren Lage, Eintrittspreise und allgemeine Beschreibungen. Abschließend verknüpften wir die einzelnen Seiten miteinander, um eine logisch strukturierte und funktionsfähige App zu erstellen. Zum Abschluss präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse den anderen Teilnehmenden und erhielt Feedback.
Der Workshop „Digital Mining Exploration“ bot einen anschaulichen Einblick in moderne Verfahren der digitalen Erfassung und Darstellung von Objekten. Für diesen Workshop fuhren wir mit dem Taxi nach Freiberg zur Reichen Zeche, einem historischen Bergwerk. Dort erhielten wir zunächst eine Führung durch das Erzbergwerk, bei der uns sowohl die Arbeitsweise als auch die Bedeutung des Bergbaus nähergebracht wurden. Ein weiterer Fokus lag auf der digitalen Objekterfassung. Wir lernten, wie mithilfe von Computersoftware dreidimensionale Modelle erstellt werden können. Dabei wurde auch erläutert, wie das menschliche Auge räumliches Sehen ermöglicht und weshalb dreidimensionale Darstellungen realistisch wirken. Im Verlauf des Workshops konnten wir nachvollziehen, wie aus einzelnen Aufnahmen ein vollständiges dreidimensionales Modell entsteht und welche technischen Schritte dafür erforderlich sind.
Nach Abschluss der Workshops kehrten die Teilnehmenden nach Dresden zurück. Das Programm endete am 17. März gegen 16 Uhr. Anschließend blieb noch etwas Zeit bis zur individuellen Abreise.
Bericht: Marc Mertens (11a) und Victoria von Theumer (Q12)
… war die Frage von Charlotte Freund (6c) an den Biologen und Polarforscher Simeon Lisovski vom Alfred-Wegener-Institut und den ZDF-Reporter Carsten Behrendt, die vor kurzem von einer dreiwöchigen Antarktismission mit dem Segelboot „Malizia Explorer“ zurückgekehrt sind. Mehrere Klassen des LTG von Frau Liebisch (8e) und Herrn Rettelbach (6c, 10b) nutzten die Gelegenheit, an einer Teams-Live-Schaltung mit den beiden Expeditionsteilnehmern teilzunehmen.
Im Rahmen des Projektes „ZDF goes Schule“ berichteten Herr Lisovski und Herr Behrendt von ihren Erlebnissen auf dem Weg von Argentinien zu den „Danger-Islands“. In diesem ersten antarktischen Schutzgebiet unter deutscher Verantwortung wurden u. a. Untersuchungen zur Häufigkeit und Biologie verschiedener Pinguin-Arten durchgeführt. Die bis vor wenigen Jahren unerforschten Inseln wurden genau vermessen, die Nester gezählt, Pinguine besendert und Blutproben genommen. Was man schon jetzt weiß: die Danger Islands sind die Heimat der größten Kolonie der Adelie-Pinguine weltweit – mit mindestens 1 Million Brutpaaren. Die Pinguine sind Indikatoren für den Zustand des Ökosystems und die Auswirkungen des Klimawandels. Darauf zielte auch die Frage von Melina Winter und Johanna Lex aus der 10b ab, die wissen wollten, „ob sich die Auswirkungen des Klimawandels in der Antarktis bereits bemerkbar machen“. „Wir sehen hier konkret, wie Gletscher zurückgehen“, so einer der Forschungsreisenden, „wir können jetzt in Buchten hineinfahren, die vor 15 Jahren noch voller Eis waren. Die antarktische Halbinsel erwärmt sich doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Und wir finden im Wasser und den Tieren Schadstoffe, die nie hier emittiert worden sind."
Herzlichen Dank an unser „ZDF goes Schule-Team“ Frau Hügel und Frau Hohe für den Hinweis auf diese interessante Veranstaltung! Wir schalten gerne wieder ein, wenn es heißt: LTG goes Antarktis!
Bericht und BIlder: Thomas Rettelbach
Am 22.01.2026 fand für unsere 9. Jahrgangsstufen die Veranstaltung „KIFührerschein“ statt, welche von Projektlehrkraft Johannes Almer organisiert wurde. Durch den Vormittag führten drei Expertinnen und Experten der internationalen Unternehmensberatung Deloitte:
Raghul Gurumoorthy aus dem Bereich Audit & Assurance in München, Madia Fahim aus dem Münchner „Technology & Transformation“Team sowie Anne Kempf, die im Berliner Bereich „Strategy, Risk & Transaction“ tätig ist. Gemeinsam gaben sie den Schülerinnen und Schülern einen umfassenden und praxisnahen Einblick in Funktionsweise, Chancen und Herausforderungen moderner künstlicher Intelligenz. Die Organisation der LTG-Seite übernahm Johannes Almer.
Zu Beginn stellten die Referenten ihre Tätigkeitsfelder vor und erklärten, wie KI bereits heute in Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung und strategischen Unternehmensentscheidungen eingesetzt wird.
Im weiteren Verlauf wurden die Schülerinnen und Schüler durch interaktive Abstimmungen über ihre Tablets einbezogen. Über das Tool Mentimeter schätzten sie zunächst ein, wie gut sie KI-Bilder erkennen können. Die durchschnittliche Selbsteinschätzung lag bei 3,9 von 5 Punkten. Im Anschluss wurde beispielhaft gezeigt, wie KI-Bilder erkannt werden können, beispielsweise an unlogischen Details wie unnatürlichen Fingern oder verzerrten Gesichtszügen im Hintergrund. Die Referenten erklärten außerdem, dass ab August 2026 KIgenerierte Inhalte gesetzlich gekennzeichnet werden müssen, was künftig zu mehr Transparenz beitragen soll. Die Kennzeichnung muss dabei deutlich erfolgen, ein Hinweis in den Metadaten einer Datei genügt dabei nicht.
In mehreren Analysen mussten unsere Schülerinnen und Schüler erkennen, welche Videos echt und welche KI-generiert waren. Dabei trennte sich die Spreu vom Weizen: Einige gezeigten KI-Videos waren so gut, dass sogar unsere selbsternannten KI-Experten darauf reinfielen! Die Referenten erklärten, weshalb Deepfakes zunehmend eine Gefahr darstellen. Die ist insbesondere im Zusammenhang mit Betrugsmaschen der Fall, bei denen schon wenige Sekunden echter Ton ausreichen können, um Stimmen täuschend echt zu imitieren.
Die Referenten erklärten, dass personalisierte Werbung oft dadurch entsteht, dass Apps unsere digitalen Spuren auswerten. Außerdem wiesen sie darauf hin, dass viele kostenlose Apps weitreichende Berechtigungen bereits voreinstellen, denen man beim Installieren automatisch zustimmt, sofern man nicht aktiv widerspricht. Dies betrifft auch den Zugriff auf das Mikrofon, wodurch alltägliche Gesprächsthemen in Webeinhalte integriert werden können.
Gleichzeitig sensibilisierten die Fachleute für Risiken wie falsche Trainingsdaten, algorithmische Vorurteile und verzerrende Effekte, die etwa bei der automatischen Lebenslaufanalyse oder in sozialen Medien auftreten können. Ebenfalls wurde auf den gesellschaftlichen Einfluss von KI im Hinblick auf Architektur, Technik, Justiz, Gesundheitswesen oder kreativen Berufen eingegangen.
Die Expertinnen und Experten, zeigten unseren Schülerinnen und Schülern ebenfalls, wie man KI sinnvoll nutzen kann. Es wurde veranschaulicht, wie ein guter Prompt aufgebaut ist: Zielsetzung, Tonfall und Kontext spielen hier eine entscheidende Rolle. Viele Fragen aus der Schülerschaft wurden geduldig beantwortet, wodurch ein intensiver und sehr praxisbezogener Austausch entstand.
Der Vortrag bot einen umfassenden, altersgerechten und zugleich kritischen Einblick in die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Wir bedanken uns bei der Firma Deloitte, sowie den drei Referentinnen und Referenten für den praxisbezogenen Einblick in das Thema künstliche Intelligenz.
Bericht: Philipp Bergmann und Christoph Thiele
Bilder: Christoph Thiele
Am 11. Juli 2025 nahmen 45 unserer Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 am MINT-EC-Regionalforum der Technischen Hochschule Rosenheim teil – ein Tag voller spannender Einblicke in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Gemeinsam mit 125 weiteren Jugendlichen aus Südbayern, Lehrkräften und Unternehmensvertretern wurde der Campus der TH Rosenheim zum Treffpunkt für junge MINT-Talente. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC organisiert und bot ein vielfältiges Programm: Impulsvorträge, Workshops, Laborführungen und Mitmachstationen gaben praxisnahe Einblicke in Studien- und Berufsperspektiven im MINT-Bereich. In der Workshop-Phase wurden unter anderem Industrieroboter programmiert, Kartonverpackungen und Kunststofffolien hergestellt und Nierensteine analysiert. Vertreten waren die Firmen Brückner Maschinenbau, Linde, Schattdecor, Krones, Rofa und QAware.
Auch die anwesenden Lehrkräfte kamen auf ihre Kosten: In einer begleitenden Fortbildung zum Thema „New School – Smart Starten mit KI“ wurden Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Unterricht diskutiert – ein wertvoller Impuls für die Weiterentwicklung unseres Schulalltags. Wir danken der TH Rosenheim und dem MINT-EC-Netzwerk für die Organisation und die Möglichkeit der Teilnahme. Solche Erlebnisse stärken nicht nur das Interesse an MINT-Fächern, sondern fördern auch die Talente unserer Schülerinnen und Schüler – ganz im Sinne unserer Bildungsziele.
Bericht: Christoph Thiele
Bild: TH Rosenheim
Das MINT-EC-Zukunftsforum ist eine hervorragende Gelegenheit, sich über Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich zu informieren. Während der zweitägigen Veranstaltung kann man sich mit Unternehmen, Universitäten sowie Professorinnen und Professoren austauschen, Fragen stellen und einen besseren Eindruck von den verschiedenen Fachrichtungen gewinnen.
Die Veranstaltung begann am Donnerstag, dem 3. April 2025, mit einer allgemeinen Orientierung zur Berufs- und Studienwahl. Es gab Vorträge von Studierenden und Lehrenden sowie Fragerunden mit Vertreterinnen und Vertretern von Universitäten und Unternehmen aus dem MINT-Bereich. So konnte man erste Einblicke in mögliche Wege nach dem Schulabschluss gewinnen. Besonders interessant waren die Fachvorträge aus der experimentellen Physik, der Informatik und KI-Forschung sowie der Biotechnologie. Diese wurden jeweils von verschiedenen deutschen Universitäten organisiert.
Am zweiten Tag konnten die Teilnehmenden aus einer Vielzahl von Workshops wählen. Besonders positiv war dabei die Möglichkeit, zwischen Online- und Präsenzformaten zu entscheiden – ein Vorteil vor allem für diejenigen, die nicht in der Nähe großer Forschungsstandorte wohnen und sich so lange Anfahrtswege sparen konnten.
Ich selbst nahm am Online-Workshop „Die Welt der Geophysik – Einblicke bis ins tiefe Erdinnere“ teil. Dabei wurde ein breites Themenspektrum abgedeckt: von der Erdbebenforschung bis hin zur geophysikalischen Detektion von Kernwaffenexplosionen. Um den Workshop abwechslungsreich zu gestalten, wurden praktische Aufgaben eingebaut, die die Teilnehmenden selbstständig bearbeiten konnten – das machte den Vortrag anschaulicher und interaktiver.
Alles in allem ist das Zukunftsforum ein sehr gutes Format, um in kurzer Zeit Einblicke in verschiedene MINT-Fächer zu erhalten und dabei die eigene Berufsorientierung weiterzuentwickeln.
Von November 2024 bis April 2025 durften wir, Theresa Marotz und Tara Thomas aus der Q12, am Pilotprojekt empowerMINT teilnehmen – einem Projekt zur gezielten Förderung junger Frauen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).
Organisiert wurde es im Rahmen des Netzwerks MINTnetz 18+ von der Technischen Hochschule Rosenheim in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Schulen. Ziel des Projekts war es, Schülerinnen praxisnah und interaktiv für technische Studiengänge und Berufsfelder zu begeistern und sie durch direkte Begegnungen mit Studierenden und Unternehmen in ihrer Studien- und Berufswahl zu bestärken.
Den Auftakt bildete eine feierliche Kick-off-Veranstaltung bei der Firma TechDivision in Kolbermoor. Neben uns Teilnehmerinnen waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Technischen Hochschule Rosenheim, der beteiligten Unternehmen sowie Mentorinnen und Mentoren eingeladen. Nach der offiziellen Begrüßung und Vorstellung des empowerMINT-Projekts wurde das Netzwerk MINTnetz 18+ präsentiert. Besonders gelungen fanden wir die engagierte Moderation durch Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe und ihrem Team, die inspirierenden Impulsvorträge regionaler Unternehmen, die Vorstellung der betreuenden Studierenden als Mentorinnen sowie das Speed-Dating mit den Repräsentanten der Firmen. In mehreren Gesprächsrunden konnten wir direkt mit Menschen aus der Praxis in Kontakt treten, Fragen stellen und persönliche Eindrücke sammeln. Die Kick-off-Veranstaltung war für uns ein gelungener Einstieg, der Neugier und Vorfreude auf die kommenden Monate geweckt hat.
Im Verlauf des Projekts nahmen wir an verschiedenen Formaten teil. Bei einem Online-Experiment untersuchten wir in Kleingruppen verschiedene Plastikarten – von ihrer Herstellung über die Verarbeitung bis hin zum Recycling. Die Ergebnisse wurden anschließend gemeinsam besprochen. Exkursionen an die TH Rosenheim gaben uns Einblicke in Labore, Vorlesungen und Studienangebote im technischen Bereich. Bei Besuchen von Partnerunternehmen wie Duschl Ingenieure und QAware konnten wir praxisnahe Eindrücke gewinnen. Leider war es uns aufgrund von Klausurenphasen nicht möglich, an allen Firmenbesuchen teilzunehmen.
Im April 2025 fand die Abschlussveranstaltung statt. Hier präsentierten die Kleingruppen der verschiedenen teilnehmenden Schulen ihre Erfahrungen, Experimente und Eindrücke aus dem Projekt. Die Präsentationen richteten sich an Eltern, Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte sowie weitere Interessierte. Der festliche Rahmen und die positive Resonanz machten diese Veranstaltung zu einem runden und würdigen Abschluss.
Das empowerMINT-Projekt war für uns eine bereichernde Erfahrung. Wir konnten neue technische Themen entdecken, eigene Interessen ausloten und Einblicke in mögliche Studien- und Berufsfelder gewinnen. Besonders wertvoll war für uns der persönliche Austausch mit Studentinnen und Fachleuten aus Unternehmen. Das Projekt war insgesamt praxisnah, offen und motivierend. Allerdings zeigte sich, dass es während der 12. Jahrgangsstufe nicht immer leicht war, alle Termine wahrzunehmen – insbesondere während der Klausurenzeiten. Die meisten Teilnehmerinnen des Projekts kamen aus der 11. Jahrgangsstufe und konnten daher regelmäßiger teilnehmen. Für zukünftige Projektdurchläufe wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, den Fokus stärker auf diese Jahrgangsstufe zu legen.
Auch in diesem Jahr stellten sich unsere engagierten Schülerinnen und Schüler dem herausfordernden Informatik-Biber-Wettbewerb. Ziel war es, innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters eine Vielzahl algorithmischer Rätselaufgaben zu lösen. Statt bloßem Faktenwissen standen hier logisches Denken und Kombinationsfähigkeit im Vordergrund. Die Veranstaltung wird von renommierten Institutionen wie der Gesellschaft für Informatik, dem Fraunhofer-Institut, dem Max-Planck-Institut und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Der Biber-Wettbewerb hat sich zu einem wichtigen Ereignis entwickelt, welches das Interesse an Informatik weckt, ohne dass Vorkenntnisse erforderlich sind.
Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich mit altersgerechten informatischen Aufgaben spielerisch auseinandergesetzt und dabei ihr digitales Denkvermögen geschärft. Das Ergebnis: 567 Teilnahmen – und das LTG schaffte es sensationell auf den 97. Platz im Schulranking Weltweit beteiligten sich über 2500 Bildungseinrichtungen am Informatik-Biber und wir gehören erstmals zu den 100 Schulen mit den meisten Teilnahmen!
Insgesamt nahmen 517.782 Schülerinnen und Schüler am Informatik-Biber teil, wobei die besten 5,3 Prozent mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurden. Bei uns erhielten diesen Julika Schellhammer, Adele Dehmelt, Christoph Koschorz, Marinus Schneider, Jakob Rüsch, Benedikt Schneider, Moritz Hamm, Johanna Wagner, Roman Till, Nicolai Kommissari, Maximilian Krug und Paul Alber. Die besten 2,4 Prozent der Teilnehmenden wurden mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Diesen erhielten Marius Gebauer, Moritz Resch, Philippa Nußbaum, Edith Attenberger, Lada Bühler, Anna Vodermayer, Johanna Stangl, Veronika Schrödel, Hanna Thelen, Marlene Kerl, Jared Busch, Martin Koschorz, Simon Obermaier, Maximilian Obermaier, Raphael Schmid und Jonas Stangl.
Wir sind stolz auf unsere talentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freuen uns über ihre herausragenden Leistungen im Informatik-Biber-Wettbewerb!
Informatik ist eine reine Männerdomäne und nur etwas für Vollblut-Nerds? Weit gefehlt! Am 14.11.2023 hatten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in dieser Hinsicht eines Besseren belehren zu lassen. Zu Gast war die 31-jährige Softwareentwicklerin Marina Bauer, die bei der Münchner Robotik-Firma "Device Insight" als Teamleiterin arbeitet.
Wie läuft das Studium ab? Wie abwechslungsreich ist der Beruf? Welche Rolle spielt KI? Sind alle Informatiker auch Gaming-Experten? Warum ist der Beruf auch für Frauen interessant? Welche Programmiersprache eignet sich am besten für den Einstieg? Diese und viele weitere Schülerfragen wurden von Frau Bauer geduldig beantwortet.
Für alle, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, gibt es in den kommenden Wochen zwei zusätzliche Interview-Termine mit weiteren Referentinnen:
28.11.2023 (8.Stunde): Stefanie Dangl (29), Data Analyst bei "One Data"
07.12.2023 (5.Stunde): Jaqueline Schirmann (28), Senior Softwareentwicklerin bei "Advastore SE"
Bei beiden Veranstaltungen kann per Livestream von zu Hause aus teilgenommen werden. Interessierte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen können sich im Vorfeld bei Herrn Thiele melden. Die Expertinnen freuen sich schon auf eure Fragen!
Bericht: Christoph Thiele
Die Aufgabenblätter des 26.LWMB sind zu Schuljahresbeginn an die Schulen geschickt worden. Sie stehen auch auf dieser Seite zum Download bereit. Bis zum Einsendeschluss am Donnerstag, 09. November 2023 habt ihr Zeit, Lösungen für vier der sechs Aufgaben einzusenden. Im letzten Jahr haben wieder deutlich über 1000 Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe bayerischer Gymnasien und von Realschulen mitgemacht. Schon durch die Einsendung von zwei richtig bearbeiteten Aufgaben kann man einen Preis gewinnen.
Informationen bekommt ihr bei euren Mathe-Lehrkräften oder auch unter https://lwmb.de/. Hier könnt ihr auch die Aufgabenblätter zum diesjährigen Wettbewerb herunterladen. Bis zum Einsendeschluss habt ihr Zeit, vier der sechs Aufgaben zu bearbeiten und zu zeigen, was ihr könnt! Viel Erfolg!
Ihr habt Freude am Basteln und Experimentieren? Es gibt naturwissenschaftliche Phänomene, die ihr schon immer mal genauer unter die Lupe nehmen wolltet? Dann ist unser neuer Wahlkurs genau das Richtige für euch! Alle zwei Wochen findet am Mittwoch in der 8. und 9. Stunde das gemeinsame Erkunden der Naturwissenschaften und ihrer Gesetzmäßigkeiten statt. Bei Interesse meldet euch einfach bei Hr. Merkl oder bei den MINT-Koordinatoren (Hr. Thiele/Fr. Steger).
Wenn ihr jetzt zu Schuljahresbeginn nachhaltige und umweltfreundliche Schreibwaren erhalten wollt, könnt ihr diese in unserem Schulladen „Green Shop“ erwerben. Das LTG ist übrigens erneut mit drei von drei Sternen als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet worden, worauf wir sehr stolz sind. Falls ihr euch auch engagieren wollt, kontaktiert Fr. Reicheneder oder Hr. Vogl und unterstützt ide Umwelt-AG bei der Umsetzung unterschiedlicher Projekte.