Im Rahmen der seit zwei Jahren wieder fest ins Schulleben integrierten Theaterfahrten machten sich am Dienstag, 6.10.2026 fast 40 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit drei Begleitlehrkräften auf den Weg nach München, um im Residenztheater eine Vorstellung der „Dreigroschenoper" zu besuchen. Die Inszenierung des Klassikers von Bertolt Brecht und Kurt Weill hatte erst wenige Tage zuvor Premiere gefeiert – die Gruppe erlebte damit eine der ersten Aufführungen des neuen Stücks. Die „Dreigroschenoper" erzählt, basierend auf John Gays „The Beggar's Opera" aus dem Jahr 1728, die Geschichte des Gangsters Macheath, genannt Mackie Messer, der sich heimlich mit Polly Peachum verheiratet – zum Ärger ihrer Eltern, die als Chefs der Bettlerfirma „Bettlers Freund" andere Pläne für ihre Tochter hatten. Was folgt, ist ein Geflecht aus Verrat, Eifersucht und offenen Rechnungen in Londons Unterwelt. Die Zuschauer bekommen eine zynische Parodie auf die Gesellschaft und den Kapitalismus am Beispiel des Londoner Untergrunds nicht nur präsentiert, sondern tauchen in die Szenerie ein, beispielsweise wenn im Stile Brechts' epischen Theaters kurz vor der Pause die Darsteller in den Zuschauerraum klettern oder immer wieder das Publikum direkt ansprechen.Eine steil aufragende, stufenartige Wand aus Kisten dominiert die Bühne, unterteilt durch die für Brecht typischen Vorhänge, die hier passend zur Kistenoptik aus Papiertüten gefertigt sind. Scheinwerfer beleuchten einzelne Darsteller punktuell, während Lampions und farbiges Licht eine beinahe gemäldehafte Atmosphäre erzeugen. Immer wieder wird auch der Graben vor der Bühne für wunderbar inszenierte Überraschungen genutzt. Das Ganze erinnert an ein aufgeschlagenes Bilderbuch, über dem – wie auf dem oberen Buchschnitt – das Orchester thront. Oder, wie Lukas Rüppel in seiner Rolle als Moritatensänger und Erzähler dem Publikum erklärt, „die Band" des heutigen Abends. Wer beim Titel „Oper" eine klassische Opernaufführung erwarte, sei im Haus nebenan, der Bayerischen Staatsoper, besser aufgehoben: „Da drüben wird schön und lang auf Italienisch gestorben", lässt Rüppel verlauten, hier hingegen krepiere man. Grotesker und zugleich äußerst unterhaltsamer Kniff sind die Puppen, die Bettlerkönig Peachum seinen “Angestellten” umhängt, einfach grandios. Mit einer Spielzeit von drei Stunden und zwanzig Minuten inklusive einer Pause war der Abend durchaus fordernd – doch die Rückmeldungen aus der Gruppe waren einhellig: Kein Moment der Aufführung wirkte langatmig oder zäh, man konnte der Handlung durchgehend folgen und wurde immer wieder überrascht. Die mitreißende Inszenierung, die bekannten Songs wie „Die Moritat von Mackie Messer" und das packende Spiel des Ensembles sorgten dafür, dass die Zeit wie im Flug verging. Der Theaterbesuch war damit nicht nur ein gelungener Ausflug, sondern auch eine eindrucksvolle Begegnung mit einem zeitlosen Stück des deutschen Musiktheaters - live erlebt in einer der ersten Vorstellungen der aktuellen Spielzeit. Die kommende Fahrt wird dann gegen Ende des Jahres durchgeführt. Auch hier steht wieder ein Klassiker auf dem Programm - Goethes Faust I.Die Fachschaft Deutsch würde sich freuen, wenn wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler teilnehmen.Bericht und Bild: Dominik von Maffei
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„Bienvenue à Bruckmühl“ hieß es am 06. 10., als die Klassensieger der letztjährigen Jahrgangsstufe 6 am Regionalentscheid des Landkreises Rosenheim beim Vorlesewettbewerb Französisch antraten. Begleitet von ihren Lehrkräften trafen sich also 16 Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Gymnasien, um die besten Leser und Leserinnen des Landkreises Rosenheim zu küren. Neben den acht Kandidaten, die sich dank ihrer hervorragenden Leseleistung schulintern behauptet hatten, waren pro Schule auch zwei Juroren mit von der Partie. Das LTG wurde hierbei durch Clara Oberloher (7c) und Karolina Reng (7a) vertreten. Sie übernahmen zusammen mit den Lehrkräften die durchaus anspruchsvolle Aufgabe der Bewertung der einzelnen Leseleistungen. Dabei mussten die Teilnehmer ihr Können sowohl bei der Lektüre eines bekannten als auch eines unbekannten Textes unter Beweis stellen. Für das LTG traten als Leserinnen Paolina Fricke (7b) und Rosalie Lex (7a) an. Zwischen den zwei Vorleserunden gab es eine leckere Brotzeit, kalte Getränke und Kaffee, bevor dann die zweite Runde stattfand. Bei der abschließenden Siegerehrung wurde es spannend, da von Platz 8 bis Platz 1 von hinten nach vorne die Namen aufgerufen wurden. Ganz am Schluss wurden die Zweitplazierte Paolina Fricke und die Siegerin Rosalie Lex geehrt. Das LTG stellt dieses Jahr also die beiden Siegerinnen des Wettbewerbs. Wir sind sehr stolz auf diese tolle Leistung und gratulieren beiden Vorleserinnen herzlich! Bericht und Bilder: C. Staller
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Wie gelingt eine überzeugende Bewerbung? Was erwartet mich im Vorstellungsgespräch – und wie läuft ein Assessment-Center ab? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Q13 bei ihrem Bewerbungstag am 05.10.2026. Zum Auftakt erhielten sie in einem allgemeinen Vortrag einen Überblick über den Bewerbungsprozess. Anschließend konnten sie in verschiedenen Workshops praktische Erfahrungen sammeln: Sie trainierten den Aufbau und gewinnbringende Tipps für eine schriftliche Bewerbung, übten typische Situationen im Vorstellungsgespräch und lernten Aufgaben aus einem Assessment-Center kennen. Auch ein Einstufungstest als praktisches Beispiel und Übung bot die Gelegenheit, sich mit möglichen Anforderungen auseinanderzusetzen. Der Tag vermittelte so auf abwechslungsreiche Weise Einblicke und hilfreiche Tipps für den Einstieg in die nächste Etappe – ob Studium, Ausbildung oder Beruf. Ein herzliches Dankeschön gilt den externen Referentinnen und Referenten der Firmen Heidenhain, Mey Maschinenbau und Marc O’Polo sowie Frau Schulze und Frau Geiger, die ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen mit unseren Schülerinnen und Schülern geteilt und den Bewerbungstag mit ihren Workshops bereichert haben. Bericht: Philipp Jung Bild: KI generiertes Beispielbild
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Am 29. September 2026 besuchten die 9. Klassen im Rahmen des Moduls zur beruflichen Orientierung gemeinsam die Handwerksmesse in Traunstein. Begleitet wurden sie von Frau Wandler, Frau Hügel, Frau Dr. Brecht, Frau Kasa, Frau Liebisch und Herrn Vogl. Im Mittelpunkt des Messebesuchs stand nicht das bloße Zuschauen, sondern das eigene Tun: An zahlreichen Ständen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen und so typische berufliche Tätigkeiten verschiedenster Handwerksberufe hautnah kennenlernen. Mit sichtlicher Begeisterung nutzten sie die Gelegenheit, in unterschiedliche Berufsfelder hineinzuschnuppern. So wurde ein vorgefrästes Metallstück gedengelt und im Anschluss vergoldet beziehungsweise lackiert. In einem anderen Bereich füllten die Jugendlichen ihre eigene Weißwurst ab, die direkt gebrüht und verkostet werden konnte – dazu gab es frisch gebackene Brezen aus eigener Hand. Auch feinmotorisches Geschick war gefragt: Beim Formen von Marzipanfiguren konnten die Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Großen Anklang fand zudem der Schweißsimulator, an dem sich handwerkliches Geschick virtuell erproben ließ. Für einen besonderen – und bei einigen durchaus nachdenklich stimmenden – Moment sorgte schließlich die Möglichkeit, probeweise in einem Sarg Platz zu nehmen. Der Besuch der Handwerksmesse bot den Klassen einen abwechslungsreichen und praxisnahen Einblick in die Vielfalt handwerklicher Berufe und war für alle Beteiligten ein gelungener und lehrreicher Tag. Bericht: Dominik von Maffei Bilder: Pia Wandler
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Wie kann ein Geschichtsunterricht beginnen, der neugierig auf Vergangenheit macht? In der Klasse 8c lag die Antwort zu Beginn des Schuljahres buchstäblich auf den Tischen: Die Schülerinnen und Schüler brachten Geschichte von zu Hause mit. Als Einstimmung auf den Geschichtsunterricht beschäftigte sich die Klasse mit gegenständlichen Quellen. Jede und jeder sollte den ältesten oder persönlich interessantesten Gegenstand aus dem eigenen Zuhause mitbringen und der Klasse vorstellen. Was dabei zusammenkam, war eine überraschend vielfältige Sammlung: alte Münzen, Fossilien und eine historische Brille, Briefmarkensammlungen, Ringe, ein altes Zigarrenetui, eine Bibel vom Ende des 19. Jahrhunderts, die Kopfhörer eines Funkers und alte Taschenuhren – um nur einige davon zu nennen. Für besonderes Staunen sorgten eine Übungsgasmaske aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie Gegenstände mit persönlichen Geschichten über Krieg und Kriegsverletzungen. Entscheidend war dabei nicht nur das Alter der Gegenstände. Jede Schülerin und jeder Schüler stellte den eigenen Gegenstand vor, erklärte seine Herkunft, seine frühere Verwendung und vor allem, warum gerade dieses Stück ausgewählt worden war. So wurde aus einem alten Gegenstand eine ganz persönliche Verbindung zur Vergangenheit. Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich diese Geschichten sein konnten: Eine alte Taschenuhr wurde Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt und gehörte einst einem Angestellten am Bahnhof. Sie diente dazu, die genaue Uhrzeit im Arbeitsalltag im Blick zu behalten. Heute befindet sie sich im Besitz der Familie. Besonders faszinierend war, dass sie noch immer funktioniert. Beim Öffnen konnte die Klasse die feine Mechanik des Uhrwerks beobachten. Der Schüler hatte sie ausgewählt, weil ihn gerade der Gegensatz zwischen dem robusten Äußeren und dem fein gearbeiteten Inneren beeindruckte. Ein Siegelring aus der Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte dem Ururgroßvater einer Schülerin und ist damit einer der ältesten Gegenstände ihrer Familie. Auf der Vorderseite ist der Kopf eines römischen Feldherrn zu sehen. Die Schülerin erklärte der Klasse auch die frühere Funktion des Rings: Als Siegelring konnte er in Wachs gedrückt werden, um ein persönliches Siegel zu hinterlassen. So erzählte ein kleines Schmuckstück zugleich etwas über Familiengeschichte und frühere Formen der Beglaubigung. Besonders eindrucksvoll war eine Gasmaske aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie stammt vermutlich aus den 1930er- oder 1940er-Jahren und wurde von Soldaten zum Schutz vor chemischen Kampfstoffen getragen. Die Maske gehörte vermutlich dem Urgroßvater des Schülers, der im Zweiten Weltkrieg war, und befindet sich heute im Familienbesitz. Auch das damalige Hoheitszeichen ist noch zu erkennen. Ausgewählt hatte der Schüler die Gasmaske vor allem wegen dieses persönlichen Bezugs. Geschichte, die sonst vor allem aus Bildern und Texten im Geschichtsbuch bekannt ist, konnte auf diese Weise selbst betrachtet und in den Händen gehalten werden. Diese drei Beispiele stehen stellvertretend für die vielen persönlichen Vorstellungen der Klasse. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei, dass historische Quellen nicht nur in Museen und Archiven zu finden sind. Auch Gegenstände aus dem eigenen Zuhause können wertvolle Spuren der Vergangenheit sein – und manchmal erzählen sie Geschichten, die weit über das hinausgehen, was man auf den ersten Blick erkennen kann. Bericht und Bilder: Jessica Höfler
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Am Dienstag, den 22.09.2026 machten wir uns im Rahmen unseres P-Seminars Biologie auf den Weg zur Gedererwand. Unser Ziel war es, die Natur einmal nicht nur im Biologiebuch, sondern direkt vor Ort zu entdecken und uns auf unsere 5-tägige Wanderung im Nationalpark Berchtesgaden vorzubereiten. Nach dem Start führte unser Weg zunächst durch Wiesen. Während des Aufstiegs veränderte sich die Landschaft: erst von Wiese zu Wald und dann von Wald zu Gestein. Je höher wir kamen, desto anspruchsvoller wurde der Weg. Der Aufstieg war zwar teilweise anstrengend, gleichzeitig motivierte uns aber das gemeinsame Ziel, das Gipfelkreuz der Gedererwand zu erreichen. Oben angekommen, hatten wir einen schönen Ausblick auf den Chiemsee und ein beeindruckendes Berg-Panorama. In diesem Moment wurden wir für unsere Anstrengungen belohnt. Man konnte die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Die Exkursion war eine gelungene Verbindung aus Bewegung, Gemeinschaft und Biologie. Durch die beiden Lehrkräfte, die das Seminar leiten, wurde eine spaßige und unterhaltsame Atmosphäre kreiert, in der man sich wohlfühlte. Auch deshalb hat sich die Wanderung gelohnt! Bericht: Lisa Sperl (11c) Bilder: Lisa Sperl, Thomas Rettelbach und Kristina Reicheneder
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