Prien am Chiemsee
Am letzten Freitag, den 10. Juli, hatten die Lateiner der neunten Jahrgangsstufe in der Schule einen besonderen Besuch. Die drei Männer Hans, Harald und Klaus Peter, alias Claudius Superius, kamen zu uns, um uns im Rahmen der Caesar-Lektüre das römische Militärwesen näherzubringen. Sie waren als Kelte, römischer Legionär und Auxiliar – darunter versteht man einen keltischen „Aushilfssoldaten“ im Dienste der Römer - verkleidet und trugen die passende Ausrüstung. Die Männer zeigten uns verschiedene römische Waffen wie gladius (Kurzschwert) und pila (Wurfspeer) und gingen dabei auf die Unterschiede zur keltischen Ausrüstung ein, wie z. B. das Langschwert und dessen Handhabung. So erfuhren wir viel über Rüstungen, Schilde, Helme und Schwerter, die Hans voller Tatendrang auch in der Kampfbewegung vorstellte. Außerdem erzählten sie uns, wie die Kämpfer ausgebildet wurden und welche Aufgaben sie hatten. Auch das Leben der Soldaten wurde näher beleuchtet. Besonders interessant war, dass wir einige Gegenstände aus der Nähe betrachten konnten. Die Erklärungen waren anschaulich und leicht zu verstehen. So konnten wir uns gut vorstellen, wie sich das Leben im Römischen Reich abgespielt hat. Zwei Freiwillige durften sogar für kurze Zeit in das entsprechenden Outfit eines römischen Pärchens schlüpfen. Abschließend wurde noch eine Einladung für den 26. 7. ausgesprochen. Denn Harald leitet an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr im Freilichtmuseum und Keltengehöft Stöffling das große Keltenfest. Besucher können in die Welt der Kelten eintauchen und spannendes Handwerk, alte Traditionen und das Leben vor über 2.000 Jahren entdecken. Der Eintritt und die Parkplätze sind kostenlos. Ein tolles Ausflugsziel für alle, die Geschichte noch einmal live erleben möchten! Bei schlechtem Wetter wird das Fest auf den 1. August 2026 verschoben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die drei Männer uns die römische Epoche und vor allem das damalige Kriegsgeschehen mit großer Begeisterung, die nahezu jeden ansteckte, näher brachten. Bericht: Milena Ruhsamer und Emma Staller, 9d Bilder: Anette Haberl
Wie kommt ein Bayer aus Burghausen zum Namen Björn? Das und viele andere Anekdoten aus seiner Schulzeit erzählte uns Björn Puscha, der am 14. 7. unsere Schule besuchte. Der sympathische Kabarettist hat über Umwege seine Liebe zu Latein entdeckt und begeistert als „Latin Lover“ mit seinem Bühnenprogramm Jung und Alt. Als Improvisationskünstler wurde er mehr oder weniger zufällig im „Vereinsheim Schwabing“ entdeckt und war dann lange Zeit fester Bestandteil der gleichnamigen Sendung des bayerischen Rundfunks. Mittlerweile ist er hauptberuflich Künstler und auf vielen Bühnen Bayerns, v. a. aber auch – mit einem eigens für Schüler entwickelten Programm - in Schulen zu finden. Dieses stellte er in zwei Runden unseren 7./8. Klassen und 9./10. Klassen vor. Während er den Größeren viele interessante und auch amüsante Anekdoten aus Ciceros und Caesars Vita erzählte und u. a. die verkrusteten Traditionen der römischen Antike karikierte, nahm er unsereJüngeren in einem Rollenspiel auf eine Zeitreise ins alte Rom mit. Gewitzt berichtet er, wie er nach einem lateinischen Fluch im Olymp am Schafkopftisch mit Jupi (Jupiter), Caesar und Jesus landet und dort vom höchsten Gott die Chance bekommt den Lauf der Geschichte anders zu schreiben. Kann er Caesar retten? Das nicht, aber er erlebt hautnah die Atmosphäre des alten Rom und wohnt unter anderem einem spannenden Wagenrennen bei, bei dem Blau Rot schlägt. Björn erklärt uns auch auf lustige Weise das römische Namenssystem. Wer wusste, dass der berühmte Brutus eigentlich mit Beinamen „Depp“ heißt oder Caesar wohl aus dem Phönizischen kommt und mit „Elefant“ zu übersetzen ist? So zumindest eine der Erklärungen. Demnach lebte eigentlich der Elefant im Kaisertitel weiter, so z. B. „Elefant“ Franz oder „Elefantin“ Sissi. Die Römer verstanden also Spaß, wie man z. B. an ihren Beinamen ablesen kann und vererbten diese auch munter weiter. Björn schloss sein abwechslungsreiches Programm mit einer Fragerunde, die von den Schülerinnen und Schüler mit Interesse wahrgenommen wurde. Wir freuen uns schon auf seinen nächsten Besuch. Bericht und Bilder: Anette Haberl
Am 9.7.26 war es soweit: 24 Schüler der Astronomiekurse AstroKids und AstroPlus sowie des W-Seminars Physik "Astronomie" besuchten zusammen mit 4 Lehrern unter der Leitung von Herrn Seidel das Observatorium auf dem Wendelstein. Als einzige Enttäuschung an diesem Tag ist zum Glück nur die Bahn zu nennen, die uns eine ganze Stunde Verspätung kostete. Angekommen in Rosenheim verpassten wir aufgrund einer deutlichen Verspätung den Anschlusszug, dem wir nur noch hinterher winken konnten. Endlich mit der Regionalbahn in Brannenburg angekommen, wanderten wir in einer guten halben Stunde quer durch Brannenburg zur Talstation der Wendelstein-Zahnradbahn, die bis 1961 noch bis zum Bahnhof durchfuhr. Unterwegs informierte uns Herr Vogl von der interessanten Geschichte und der Technik der Zahnradbahn. Interessant war auch der Blick in den Führerstand der Zahnradbahn, der uns Physiklehrern viel Anregungen für den Unterricht gab. Zum Glück hatte Herr Dr. Riffeser, der leitende Astronom der Universitätssternwarte, für unsere Führung durch das Observatorium ausreichend Zeit eingeplant und konnte damit unsere Verspätung gut kompensieren. So durften wir sogar mit dem Fahrstuhl im Berginneren die letzten 110 Höhenmeter zum Observatorium fahren, um etwas Zeit gut zu machen! Oben angekommen ging es dann auch gleich los: Zwischen der Geschichte des Observatoriums und den Besitzverhältnissen auf dem Wendelstein erfuhren wir, dass die gesamte Anlage zurückgebaut werden müsste, wenn keine wissenschaftliche Forschung mehr statt fände... ein guter Grund, weiter zu forschen! Das große Teleskop ist erst gute 10 Jahre alt und Herr Riffeser erklärte ausführlich, wie spezielle Schwerlasthubschrauber die tonnenschweren Teile auf den Gipfel hievten. Im Teleskop durften sogar Schüler die Kuppel selbst bedienen! Es wurde auch eine Stickstoffbetankung des großen Kamerasensors vorgeführt. Wir staunten über den gut 2m großen Teleskopspiegel und noch mehr über die zwei Jahre alte dicke Staubschicht, die in Kürze beseitigt werden sollte. Die Methode gleicht dem Putzen einer Brille... Im historischen Sonnenteleskop versuchten wir, Protuberanzen von der Sonne zu erhaschen, was sich angesichts der vielen Wolkenfetzen als durchaus schwierig erwies. Es gelang uns dann aber doch für kurze Zeit, einen riesigen Sonnensturm live zu sehen. Herr Riffeser zeigt uns Kegelblenden, die ins Teleskop eingesetzt wurden, um die Sonne abzublenden, damit nur die Umgebung sichtbar wurde. Anschließend begaben wir uns in den Bedienungsraum des Observatoriums und erfuhren noch interessante Informationen in einem Kurzfilm. Und schwupps waren die zwei Stunden auf dem Wendelstein um! Schon wurde es wieder Zeit, sich auf den Rückweg zu machen, um die letzte Zahnradbahn um 17 Uhr zu erwischen. Diesmal gingen wir aber zu Fuß zum Bergbahnhof der Zahnradbahn. Der Rückweg verlief - bis auf einen Sprint am Bahnhof Rosenheim aufgrund der Verspätung unseres Zuges - zum Glück reibungslos, so dass alle wohlbehalten kurz vor 19 Uhr am Priener Bahnhof ankamen. Für die Schülerinnen und Schüler gab es jetzt zuhause viel zu erzählen! Für die Lehrer stellte dieser Nachmittag eine kurze Fortbildung in Mechanik (Zahnradbahn) und Astrophysik (Teleskop) dar. Herzlichen Dank an die Firma inducio GmbH für die Übernahme der Fahrtkosten. K.Seidel
Vier Abiturienten des LTGs erhalten den 3. Preis beim Wettbewerb VisionING der FAU Erlangen. Die Ingenieurwissenschaft gilt als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, sie wendet die Erkenntnisse der Naturwissenschaft an, um damit komplexe technische Herausforderungen zu lösen. Auch wir haben uns am Anfang des Schuljahres für den Ingenieur-Wettbewerb Vision Ing21 angemeldet und wollten selbst eine Idee umsetzen. Unser Ziel war es, unseren eigenen Wetterbericht aus selbst empfangenen Satellitenwetterdaten zu erstellen. Im Laufe des Schuljahres haben wir dann eine Antenne gebaut und konnten nach vielen Versuchen endlich selbst Wetterbilder empfangen. In der Auswertung konnten wir dann Wolken automatisch detektieren und unsere Daten mit offiziellen Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes vergleichen. Am Mittwoch, den 08. Juli 2026, wurden wir dann zum Finale an die Friedrich-Alexander-Universität nach Erlangen eingeladen, nachdem wir die Jury bereits im Vorfeld durch unser Konzept, die Idee und die Dokumentation des Fortschritts überzeugt haben. Nachdem wir unseren Stand aufgebaut haben, durften wir zunächst in einem Jury-Gespräch über unser Projekt sprechen und wurden mit Verständnis- und Detailfragen gelöchert. Nach der Mittagspause hatten wir die Gelegenheit unser Projekt den anderen angereisten Finalteilnehmenden und der Jury in einer zehnminütigen Präsentation vorzustellen. Schlussendlich wurden wir mit dem dritten Platz in der Gruppe II ausgezeichnet und haben den Tag gemeinsam im Biergarten ausklingen lassen. Abschließend können wir nur feststellen, dass uns die Arbeit im Team wieder einmal viel Spaß und Freude bereitet hat, auch wenn wir uns teilweise lange durch hartnäckige Probleme kämpfen mussten. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei unserem Partnerunternehmen pp-electronic aus Rimsting bedanken, das uns bei der Umsetzung des Projekts maßgeblich unterstützt hat und ohne das die erfolgreiche Teilnahme nicht möglich gewesen wäre. Hier der Link auf die Wettbewerbsergebnisse Vielen herzlichen Dank! Dustin Bichler Janno Schröder Leonhard Mühlberger Moritz Wallner Begleitlehrkraft: Herr Seidel
Im Rahmen des Lateinunterrichts durften wir erneut Herrn Parigger begrüßen, der sich neben seiner ehemaligen Tätigkeit als Schulleiter des Gymnasiums Grafing als Jugendbuchautor einen Namen gemacht hat. Heuer gab der sympathische Autor den Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe eine Leseprobe aus seinem Buch „Caesar und die Fäden der Macht“. Hier wird Caesars Schicksalsjahr aus der Sicht des Griechen Eusebios dargestellt. Diesererfährt als Sklave zufällig von den Mordplänen und versucht von da an den Anschlag zu verhindern. Damit beginnt ein spannender Wettlauf um die Zeit, der im Mittelpunkt der Erzählung steht. Parallel erfährt man aber auch viel über die römische Gesellschaft. Immer wieder lässt nämlich Herr Parigger sein fundiertes Wissen einfließen. Das Ende der Geschichte sparte der Autor bewusst aus. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich das Buch gerne in unserer Schulbibliothek ausleihen. Schon seit langem gehören Herrn Pariggers erfolgreiche und beliebte Bücher zum festen Bücherbestand. Im Anschluss gab es für alle noch etwas zum Rätseln. Herr Parigger las eine Kurzgeschichte vor, bei der die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer gefordert war, um die treffende Antwort auf eine knifflige Fragestellung zu finden. Unter den abgegebenen richtigen Lösungen wurden dann per Los zwei glückliche Siegerinnen ermittelt, die sich über ein vom Autor signiertes Buch freuen durften. Das Interesse der übrigen Zuhörerschaft an Herrn Pariggers Büchern dürfte durch den stimmungsvollen Vortrag sicherlich geweckt sein. Bericht und Bidler: Anette Haberl
Beim Tag der P-Seminare präsentierten die SuS den 10. und 11. Klassen, sowie den Eltern ihre Projekte, an denen sie ein Jahr lang gearbeitete hatten. Einige Seminare zeigten einen selbst erstellten Film, so nahm einen das P-Seminar Biologie mit auf ihre mehrtägige Wanderung in den heimischen Alpen, mit dem P-Seminar Französisch erkundete man Frankreich auf einer Exkursion nach Paris und bei einem Workshop Street Art in Paris und das P-Seminar Sport präsentierte die selbstgewählte Ausdauerleistung in Form einer Wanderung auf die Zugspitze. Das P-Seminar Chemie veranstaltete eine Chemiezaubershow mit Comicfiguren und das P-Seminar Kunst eine Kunstausstellung. Weiterhin verkaufte das P-Seminar Geographie ein selbst entworfenes regionales und nachhaltiges Kochbuch. Im Fach Geschichte wurde ein historisches Krimidinner vorgestellt, im Fach Latein ein Lateintag für die Grundschüler und im Fach Sport Exkursionen für die 5.Klasse. Alles in allem war es ein sehr abwechslungsreicher Abend mit vielen Eindrücken! Bericht: Teresa Weiß