Prien am Chiemsee
Als Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen über das gesamte Schuljahr hinweg reisten die besonders begabten Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Thoma-Gymnasiums Prien vom 6. bis 8. Juli nach München. Begleitet von Frau Dr. Peters und Herrn Huber erlebte die Gruppe drei Tage voller Wissenschaft, Kultur und Gemeinschaft. Das abwechslungsreiche Programm bot Highlights für jeden Geschmack: Wissenschaft & Forschung: Im Botanischen Garten tauchten die Jugendlichen bei einem Mikroskopierkurs in die Natur ein. Im Deutschen Museum war beim Robotik-Workshop Programmiergeschick gefragt, gefolgt von einer eigenen Erkundungstour. Den krönenden Abschluss bildete ein Einblick in die LMU München und der Besuch des ESO Forschungszentrums in Garching samt beeindruckender Show im Planetarium. Kultur & Freizeit: Neben klassischen Hotspots wie dem Marienplatz und dem Hofgarten durfte auch die Entspannung nicht zu kurz kommen. Spaziergänge durch den Englischen Garten, ein gemeinsames Pizzaessen und das Flanieren am Flaucher sorgten für echte Sommerstimmung. Auch das gesellige Fußballschauen am Abend durfte nicht fehlen. Ein rundum gelungenes und hochinteressantes Event, das zeigt: Fleiß und Begeisterung zahlen sich am LTG aus! Ein großes Dankeschön an Frau Dr. Peters für die Organisation. Bericht und Bilder: Leonhard Huber
Zum Ende des Schuljahres bietet die Fachschaft Latein mehrere tolle Angebote an.
Nach dem Sieg beim schulinternen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen im Fach Englisch durfte Lucia Ponciano aus der 6e unsere Schule beim Regionalentscheid „English Reading Competition“ am Gymnasium Vaterstetten vertreten – und wie! Insgesamt 9 „native speakers“ und 17 „non-native speakers“ traten getrennt voneinander in zwei Runden an. Alle durften in der Vorrunde einen selbst ausgewählten und vorbereiteten Text oder Auszug aus einem Buch vortragen. Während eine Jury aus Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften die drei besten der 9 „native speakers“ für das Finale ermittelten, traten die „non-native speakers“ in drei Gruppen gegeneinander an. Die jeweilige Siegerin schaffte es ins Finale. Lucia begeisterte hier sowohl die Jury als auch das Publikum und die Wettbewerberinnen und Wettbewerber, indem sie für die Charaktere in ihrem Buch verschiedene Stimmlagen wählte und mitreißend verkörperte. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse wartete die Finaljury bereits gespannt auf die vorlesenden Kinder, welche nun Ausschnitte aus einem unbekannten Werk lesen mussten. Ohne das Buch „A Night in theZoo“ zu kennen, machten sich die Finalistinnen ans Vorlesen und erneut konnte Lucia mit ihrer packenden Vortragsweise das Publikum fesseln und auch die Jury von ihr überzeugen. Als Siegerin durfte Lucia neben einem Buch und einer großen Dose „shortbread“ auch einen 30€-Gutschein mit nach Hause nehmen. Nicht nur die begleitenden Lehrkräfte Frau Fritsch und Herr Wagner sagen voller Bewunderung: „Congratulations!“ Bericht und Bilder: Christiane Fritsch und Alois Wagner
Stehende Wellen, Longitudinalwellen... trockene Physik! Oder doch nicht? Der Lehrplan der 11. Js. schreibt in Physik eine außerunterrichtliche Aktivität vor. Wieso also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Am 16.7.26 besuchten (fast) alle Schüler der 11. Jahrgangsstufe in mehreren Gruppen die große Orgel in der Priener Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt. Empfangen wurden sie dort vom hauptamtlichem Kirchenmusiker, dem Organisten Bartholomäus Prankl und dem Physiklehrer Herrn Seidel. Es folgten 30 Minuten intensive Auseinandersetzung mit dem größten aller Instrumente, der Königin Orgel. Herr Seidel gab zur Einstimmung ein kleines Orgelstück zum Besten. Es folgte eine Erklärung des Aufbaus des Instruments Orgel - Alter, Kosten, Anzahl Pfeifen, Register, Windladen u.v.a.m. von Herrn Prankl, die anschließend durch die physikalischen Grundlagen Tonbildung und Pfeifenlängen von Herrn Seidel ergänzt wurden. Beendet wurde die Analogdoku durch eine fünfminütige Improvisation von Herrn Prankl, in der er den Schülerinnen und Schülern alle Facetten des Instruments vorführte und die Pfeifen von der kleinsten nur wenige Zentimeter großen Pfeife bis zur 5m langen Basspfeife in herrlicher Weise erklingen ließ: ein eindrucksvolles Erlebnis - hautnah erlebt. Im Gedächtnis aber blieb mir der abschließende Kommentar einer Schülerin: "Was? Ist das jetzt schon wieder vorbei?" K.Seidel
Am 9.7.26 war es soweit: 24 Schüler der Astronomiekurse AstroKids und AstroPlus sowie des W-Seminars Physik "Astronomie" besuchten zusammen mit 4 Lehrern unter der Leitung von Herrn Seidel das Observatorium auf dem Wendelstein. Als einzige Enttäuschung an diesem Tag ist zum Glück nur die Bahn zu nennen, die uns eine ganze Stunde Verspätung kostete. Angekommen in Rosenheim verpassten wir aufgrund einer deutlichen Verspätung den Anschlusszug, dem wir nur noch hinterher winken konnten. Endlich mit der Regionalbahn in Brannenburg angekommen, wanderten wir in einer guten halben Stunde quer durch Brannenburg zur Talstation der Wendelstein-Zahnradbahn, die bis 1961 noch bis zum Bahnhof durchfuhr. Unterwegs informierte uns Herr Vogl von der interessanten Geschichte und der Technik der Zahnradbahn. Interessant war auch der Blick in den Führerstand der Zahnradbahn, der uns Physiklehrern viel Anregungen für den Unterricht gab. Zum Glück hatte Herr Dr. Riffeser, der leitende Astronom der Universitätssternwarte, für unsere Führung durch das Observatorium ausreichend Zeit eingeplant und konnte damit unsere Verspätung gut kompensieren. So durften wir sogar mit dem Fahrstuhl im Berginneren die letzten 110 Höhenmeter zum Observatorium fahren, um etwas Zeit gut zu machen! Oben angekommen ging es dann auch gleich los: Zwischen der Geschichte des Observatoriums und den Besitzverhältnissen auf dem Wendelstein erfuhren wir, dass die gesamte Anlage zurückgebaut werden müsste, wenn keine wissenschaftliche Forschung mehr statt fände... ein guter Grund, weiter zu forschen! Das große Teleskop ist erst gute 10 Jahre alt und Herr Riffeser erklärte ausführlich, wie spezielle Schwerlasthubschrauber die tonnenschweren Teile auf den Gipfel hievten. Im Teleskop durften sogar Schüler die Kuppel selbst bedienen! Es wurde auch eine Stickstoffbetankung des großen Kamerasensors vorgeführt. Wir staunten über den gut 2m großen Teleskopspiegel und noch mehr über die zwei Jahre alte dicke Staubschicht, die in Kürze beseitigt werden sollte. Die Methode gleicht dem Putzen einer Brille... Im historischen Sonnenteleskop versuchten wir, Protuberanzen von der Sonne zu erhaschen, was sich angesichts der vielen Wolkenfetzen als durchaus schwierig erwies. Es gelang uns dann aber doch für kurze Zeit, einen riesigen Sonnensturm live zu sehen. Herr Riffeser zeigt uns Kegelblenden, die ins Teleskop eingesetzt wurden, um die Sonne abzublenden, damit nur die Umgebung sichtbar wurde. Anschließend begaben wir uns in den Bedienungsraum des Observatoriums und erfuhren noch interessante Informationen in einem Kurzfilm. Und schwupps waren die zwei Stunden auf dem Wendelstein um! Schon wurde es wieder Zeit, sich auf den Rückweg zu machen, um die letzte Zahnradbahn um 17 Uhr zu erwischen. Diesmal gingen wir aber zu Fuß zum Bergbahnhof der Zahnradbahn. Der Rückweg verlief - bis auf einen Sprint am Bahnhof Rosenheim aufgrund der Verspätung unseres Zuges - zum Glück reibungslos, so dass alle wohlbehalten kurz vor 19 Uhr am Priener Bahnhof ankamen. Für die Schülerinnen und Schüler gab es jetzt zuhause viel zu erzählen! Für die Lehrer stellte dieser Nachmittag eine kurze Fortbildung in Mechanik (Zahnradbahn) und Astrophysik (Teleskop) dar. Herzlichen Dank an die Firma inducio GmbH für die Übernahme der Fahrtkosten. K.Seidel
Vier Abiturienten des LTGs erhalten den 3. Preis beim Wettbewerb VisionING der FAU Erlangen. Die Ingenieurwissenschaft gilt als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, sie wendet die Erkenntnisse der Naturwissenschaft an, um damit komplexe technische Herausforderungen zu lösen. Auch wir haben uns am Anfang des Schuljahres für den Ingenieur-Wettbewerb Vision Ing21 angemeldet und wollten selbst eine Idee umsetzen. Unser Ziel war es, unseren eigenen Wetterbericht aus selbst empfangenen Satellitenwetterdaten zu erstellen. Im Laufe des Schuljahres haben wir dann eine Antenne gebaut und konnten nach vielen Versuchen endlich selbst Wetterbilder empfangen. In der Auswertung konnten wir dann Wolken automatisch detektieren und unsere Daten mit offiziellen Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes vergleichen. Am Mittwoch, den 08. Juli 2026, wurden wir dann zum Finale an die Friedrich-Alexander-Universität nach Erlangen eingeladen, nachdem wir die Jury bereits im Vorfeld durch unser Konzept, die Idee und die Dokumentation des Fortschritts überzeugt haben. Nachdem wir unseren Stand aufgebaut haben, durften wir zunächst in einem Jury-Gespräch über unser Projekt sprechen und wurden mit Verständnis- und Detailfragen gelöchert. Nach der Mittagspause hatten wir die Gelegenheit unser Projekt den anderen angereisten Finalteilnehmenden und der Jury in einer zehnminütigen Präsentation vorzustellen. Schlussendlich wurden wir mit dem dritten Platz in der Gruppe II ausgezeichnet und haben den Tag gemeinsam im Biergarten ausklingen lassen. Abschließend können wir nur feststellen, dass uns die Arbeit im Team wieder einmal viel Spaß und Freude bereitet hat, auch wenn wir uns teilweise lange durch hartnäckige Probleme kämpfen mussten. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei unserem Partnerunternehmen pp-electronic aus Rimsting bedanken, das uns bei der Umsetzung des Projekts maßgeblich unterstützt hat und ohne das die erfolgreiche Teilnahme nicht möglich gewesen wäre. Hier der Link auf die Wettbewerbsergebnisse Vielen herzlichen Dank! Dustin Bichler Janno Schröder Leonhard Mühlberger Moritz Wallner Begleitlehrkraft: Herr Seidel