Seit einigen Wochen kann man auf dem Schulhof des LTG einen Drehstein finden, der einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen und bei dem einen oder anderen Fragen aufgeworfen hat. Deshalb haben wir einige der häufigsten Fragen in einem kleinen FAQ zusammengefasst. Was ist ein Drehstein? Ein Drehstein ist ein massiver, ovaler Findling, der auf einer fest im Boden verankerten Halterung drehbar gelagert ist. Trotz seiner Masse von 4-5t lässt er sich auch von Kindern in Drehung versetzen. Welche Funktion hat der Drehstein? Ein Drehstein ist ein Kunst- und Spielobjekt, das einlädt angefasst und natürlich gedreht zu werden. Solche Steine stehen schon auf einigen Spielplätzen oder an öffentlichen Orten. Die Erfahrung, auch als Kind eine solch große Masse durch beharrliches Schieben in Bewegung zu versetzen, ist eine schöne Erfahrung. Seit wann steht der Stein im Schulhof? Nach längeren Vorarbeiten für das notwendige Fundament wurde der Stein im Februar 2025 aufgestellt. Ist der Stein sicher? Der Stein steht auf einer soliden, gut verankerten Metallstange. Ein Kippen ist laut Herstellerangaben ausgeschlossen. Während der Drehung des Steins besteht ein geringes Risiko gegen den Stein zu stoßen. Die Erfahrungen der ersten Monate haben aber gezeigt, dass bisher kein einziger solcher Zwischenfall aufgetreten ist. Warum hat das LTG einen Drehstein? Neben dem spielerischen und künstlerischen Aspekt verbinden wir mit dem Stein auch die Erinnerung an Rudi Schmid, einen ehemaligen Lehrer des Ludwig-Thoma-Gymnasiums, der sich in vielfacher Hinsicht um die Schule und die Schülerinnen und Schüler verdient gemacht hat. Wer war Rudi Schmid? Rudi Schmid war ein wahrhaft außergewöhnlicher Lehrer und Pädagoge (Mathe/Physik). Er unterrichtete am LTG vom 01.02.1975 bis zum 31.07.2009. Er lebte für und mit der Schule und hat viele Jahrgänge begleitet und geprägt. Unter anderem gründete er die AGF – Arbeitsgemeinschaft Fußball – mit einigen fußballbegeisterten Schülern aus den 9. und 10. Klassen. Seine große Leidenschaft galt aber der Paläontologie und Geologie – er besaß einen großen Fundus an Mineralien und Fossilien. Insofern vereint der Drehstein sehr anschaulich sein Unterrichtsfach Physik mit seiner Begeisterung für die Geologie. Besonders begehrt waren seine gesammelten Haifischzähne und versteinerten Seeigel, die er bei guten Leistungen auch gerne an „seine Schulkinder“ verteilte. Wesentliche Teile seiner Funde befinden sich heute in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München. Aus enger Verbundenheit zu seinem Gymnasium vermachte er dem Förderverein bei seinem Tod 2017 einen größeren Geldbetrag, woraus in den letzten Jahren viele Projekte der Schule finanziert werden konnten. Ist der Drehstein „fertig“? Nein. Es soll noch eine Gedenktafel für Rudi Schmid am danebenstehenden Geländer angebracht werden. Zudem wird ein Spruch in das noch freie umlaufende Band auf dem Stein eingemeißelt werden und schließlich soll auf einer Bodenplatte eine Erklärung zum gewählten Spruch montiert werden. Die Umsetzung wird sich allerdings noch etwas hinziehen. Welcher Spruch kommt auf den Stein? Unter der Beteiligung der Schülerschaft, der SMV und einiger Lehrkräfte wurde ein Spruch ausgewählt und ein Vorschlag für die Erklärungstafel erarbeitet. Der Vorschlag wurde dann allen Gremien der Schulgemeinschaft vorgestellt, für gut befunden und damit beschlossen. Der genaue Inhalt wird auf der Einweihungsfeier der Öffentlichkeit vorgestellt. Wann ist die offizielle Einweihung? Die Einweihungsfeier wird am Donnerstag, 5.6.25 um 17:30 Uhr stattfinden. Wer hat das alles bezahlt? Aus dem Nachlass von Rudi Schmid an den Förderverein der Schule konnte neben vielen kleineren und größeren Projekten auch die Anschaffung des Drehsteins finanziert werden.
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Am 12., 13. und 20. Mai begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe auf eine spannende Exkursion ins Römermuseum Seebruck. Die zweiteilige Führung bot allen eine abwechslungsreiche und lehrreiche Erfahrung. Im Außenbereich erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick, wie das Dorf von den Römern geprägt wurde. Zusätzlich wurden die Außenanlagen des Museums mit Vorplatz und Kastellmauer besichtigt, sowie die archäologische Ausgrabung einer römischen Fußbodenheizung in der Römerstraße. Danach stellte man sich die Frage: Wie lebte es sich in einer römischen Familie? Dazu schlüpften die Schülerinnen und Schüler selbst in die Rollen der Familienmitglieder und erfuhren so alles über deren Aufgaben und Privilegien. Der zweite Teil der Führung fand im Innenbereich des Museums statt und widmete sich den Themen Landwirtschaft, Rüstungen und Helme. In 18 Vitrinen dokumentieren über 500 Original-Fundstücke aus dem Ortsgebiet von Seebruck verschiedene Bereiche des römischen Lebens in der Provinz Noricum. Besonders spannend war es für die Schülerinnen und Schüler selbst zu erleben, wie „anstrengend“ das Alltagsleben in der Römerzeit war. Sie konnten sich im Mahlen von Korn versuchen oder das Gepäck eines Legionärs schultern und einige Meter damit marschieren. Alles in allem hatten alle viel Freude und können auf eine sehr interessante Reise in die Zeit der Römer zurückblicken. Bericht: Maxi Fritsch 6c Bilder: Anette Haberl
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begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, zusammen mit der Gastroenterologin Frau Dr. Stwora-Garza, am vergangenen Freitag in der Aula des LTG. Frau Dr. Stwora-Garza ist Oberärztin am RoMed-Klinikum Rosenheim und Mutter von zwei unserer Schülerinnen. Deshalb erklärte sie sich vor einiger Zeit spontan dazu bereit, einen Vortrag über Verdauungsorgane und deren Funktion zu halten – ein zentrales Thema im Biologie-Lehrplan der 10. Klasse. Das oben erwähnte „Mikrobiom“ des Menschen – eine Lebensgemeinschaft von Viren, Pilzen und Bakterien - befindet sich zum Großteil in dessen Darmtrakt und kann, so Frau Dr. Stwora-Garza, „bis zu 3 kg Gewicht erreichen“. Die meisten dieser „Mitbewohner“ sind sehr nützlich und helfen bei der Verdauung, manche können aber auch Krankheiten auslösen. Auf einiger dieser Magen-/Darmerkrankungen, deren Diagnose und Behandlung, ging Frau Dr. Stwora-Garza näher ein. Dazu zeigte sie u. a. Fotos und Videoaufnahmen von Magen- bzw. Darmspiegelungen und gewährte damit interessante Einblicke in unser aller „Innenleben“. Auch den Einfluss der Ernährung auf das Mikrobiom und den Zusammenhang von Darmgesundheit und psychischer Gesundheit machte die Referentin eindrucksvoll deutlich. Wussten Sie übrigens, dass sich, im Gegensatz zur Haut, der Darm eines Kindes und der eines 90 Jahre alten Menschen äußerlich nicht unterscheiden? Jetzt wissen Sie’s – genauso wie die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen – dank des äußerst interessanten Vortrags von Frau Dr. Stwora-Garza, für den wir uns sehr herzlich bedanken!
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Mit seinem 2023 entstanden Spielfilm „Ein ganzes Leben“ gastierte der mehrfache Grimme-Preisträger und ehemalige LTG-Schüler Hans Steinbichler auf Einladung des P-Seminars Biologie in Marias Kino in Bad Endorf. Darin erzählt Steinbichler – basierend auf der Romanvorlage von Robert Seethaler – das Leben des Waisenjungen Andreas Egger, der in den Tiroler Bergen aufwächst und dort u. a. beim Bau der ersten Seilbahn mitarbeitet. Kurz nach der Hochzeit wird dessen junge schwangere Frau Marie von einer Lawine in den Tod gerissen. Trotz dieses Schicksalsschlages, trotz des harten Arbeitsalltags in den Bergen und trotz langjähriger russischer Kriegsgefangenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, zieht Egger am Ende seines langen Lebens eine positive Bilanz: „Auf mein Leben, kann ich zurückblicken mit einem einzigen, großen Staunen. Und wenn ich nicht so müde wäre, dann könnte ich lachen vor reinem Glück!“ Nach seinem bewegenden und mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen versehenen Film, beantwortete Hans Steinbichler charmant, kompetent und eloquent viele Fragen der Schülerinnen und Schüler zu Konzeption, Planung und technischer Ausführung seines Films sowie zur Auswahl der Schauspieler. So erfuhren die Kinobesucher, dass für den Film extra eine Hütte im Nationalpark Hohe Tauern gebaut wurde, die eigentlich nach den Dreharbeiten wieder abgerissen werden sollte – die Hütte wurde jedoch von Tourengehern und Wanderern als Schutzhütte so gut angenommen, dass sie noch heute steht. Das P-Seminar Biologie bedankt sich ganz herzlich bei Kristina Reicheneder, der Initiatorin dieses gelungenen Filmabends – und natürlich bei Hans Steinbichler, den wir hoffentlich nicht zum letzten Mal bei einer Veranstaltung seiner ehemaligen Schule begrüßen durften!
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Eine letzte Testwanderung unternahm das P-Seminar Biologie am vergangenen Mittwoch-Nachmittag. Ziel war die Gedererwand, ein etwas abgelegener Gipfel unweit der Kampenwand. Trotz Regens am Vormittag blieb es während der Wanderung trocken und ein paarmal kam sogar die Sonne heraus. Wir entdeckten Enziane, Kugelblumen, Schneeheide, Zwergbuchs und Orchideen sowie Hummeln und einzelne Tagfalter. Die Passage eines kleineren Geröllfeldes und das eher unwegsame Gelände kurz vor dem Gipfel stimmte uns schon ein bisschen auf die bevorstehenden Herausforderungen ein. Voller Vorfreude werden wir nun in der kommenden Woche unsere Rucksäcke packen, um für die Tour durch den Nationalpark Berchtesgaden gerüstet zu sein, die vom 01. bis 05. Juni stattfinden wird. Bericht und Bilder: Thomas Rettelbach
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Definitiv viel zu früh für den vorletzten Ferientag! Trotz des Termins in der schulfreien Zeit, trafen sich am 24. April insgesamt 26 mathebegeisterte Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Thoma-Gymnasiums mit Frau Keller und Frau Brecht am Priener Bahnhof, um gemeinsam einen Tag an der PLUS (Paris-Lodron-Universität Salzburg) zu verbringen, an welcher ein großer Mathematikwettbewerb stattfand. Pünktlich angekommen war noch genug Zeit für einen kurzen Einblick in das Gebäude. Um 9.30 Uhr begann der Wettbewerb, dessen Regeln davor kurz erläutert wurden. Gefragt wurden Knobel- und Denkaufgaben, bei denen es häufig sehr stark darum ging, kreativ zu werden und Lösungsansätze zu finden. Gute Bewertungen basierten dadurch oft nicht unbedingt auf der perfekt und richtig gelösten Aufgabe. Viele der Aufgaben waren bewusst fordernd gestellt und basierten oft nicht auf Schulstoff, betonten auch die Veranstalter. Hier ein Beispiel einer solchen Aufgabe (Lösung weiter unten). Aufgabe aus dem Wettbewerb für die Jahrgangsstufe 7/8: Der Erste einer Gruppe von Freunden antwortet auf die Frage, wie viele sie denn seien: ”Insgesamt sind wir sieben.” Anschließend antwortet einer nach dem anderen: “Alle vor mir haben gelogen.” Wie viele der Freunde haben die Wahrheit gesagt? Nach der fast zweistündigen Arbeit in Dreier- bis Fünfergruppen bei der unterschiedliche Aufgaben in den Jahrgangsstufen 7/8, 9/10 und 11/12/13 gestellt waren, traf man sich wieder als ganze Gruppe und aß gemeinsam in der Universitätsmensa zu Mittag. Danach wurde ein buntes Programm angeboten, bei dem man sich in unterschiedlichen Räumen von verschiedenen Workshops und Lesungen inspirieren lassen konnte. Jeder von uns durfte sich aussuchen, wie man seinen Nachmittag verbringen möchte. Für mich waren insbesondere der Vortrag zur Schwarmintelligenz am Beispiel der Wegesuche von Ameisen sowie die Physikshow sehr interessant. Um 15 Uhr fand die Ehrung der jeweils zehn besten Teams in der Schulstufe 7/8, anschließend der Schulstufen 9/10 und 11/12/13 im Audimax statt – natürlich begleitet von einem dem Anlass angemessenen Rahmenprogramm. Die ersten drei Plätze bekamen einen, in der Größe aufsteigenden Pokal und einen Geldbetrag, welcher den drittplatzierten mit 200€, dem zweitplatzierten mit 300€ und den Siegern mit ganzen 400€ überreicht wurde. Das LTG schaffte es leider mit ihren insgesamt sechs antretenden Teams nicht in die Top Ten. Anmerkung von Frau Keller: Ungeachtet dessen war es beeindruckend zu sehen, was die Schülerinnen und Schüler geleistet haben. Mit viel mathematischem Können, tollen Ideen und sichtbarer Freude haben sie den Tag zu einem echten Highlight gemacht. Joshua Reu, Klasse 7a Lösung der Aufgabe: Wenn es nicht sieben Freunde sind, dann lügt der erste Freund, der zweite sagt die Wahrheit und alle anderen Lügen. Sind es sieben Freunde, so sagt der erste die Wahrheit und alle anderen lügen. Also hat nur einer der Freunde die Wahrheit gesagt.
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