Im Rahmen des Auftakts zur Klimaschule Bayern hatten wir in dieser Woche Herrn Prof. Christian Holler von der Hochschule München zu Gast am LTG. Herr Holler war selbst Schüler hier und hat sein Abitur in den Neunzigerjahren am LTG erworben. Wissenschaftlich beschäftigt er sich u.a. mit Themen rund um die Energiewende. In einem kurzweiligen Vortrag erhielten unsere 11. Klassen einen Einblick in die Problematiken rund um unseren weltweiten Energiebedarf, der für ein „modernes“ Leben nicht wegzudenken ist. Gerade in den westlichen Gesellschaften ist der tägliche Energiebedarf pro Kopf z.T. extrem hoch. Leider wird dieser Energiebedarf immer noch zu etwa 80% aus fossilen Quellen gewonnen. Anschaulich stellte Herr Holler diverse erneuerbare Energiequellen in den Fokus; dabei wurde sehr schnell klar, dass lediglich Sonne und Wind in der Lage sind – sowohl ökonomisch, als auch von der Verfügbarkeit her – die fossilen Energieträger zu ersetzen. Herr Holler schloss mit einem sehr vorsichtig optimistischen Ausblick auf die nähere Zukunft: insbesondere die Photovoltaik wird sich schon aus marktwirtschaftlichen Gründen weltweit stark durchsetzen. Der Blick in die Geschichte zeigt dabei, dass sich technische Revolutionen meist sehr schnell und mächtig durchgesetzt haben. Es besteht also Anlass zur Hoffnung. Wir bedanken uns bei Herrn Prof. Holler für die Zeit und den engagierten und brandaktuellen Vortrag. Nikolaus Vogl
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In der Woche vor den Pfingstferien war es endlich soweit – das P-Seminar Biologie ging „on tour“! Dank der sorgfältigen Planungen der Schülerinnen und Schüler und des unerwartet guten Wetters verlief die 5 tägige Wanderung im Nationalpark Berchtesgaden reibungslos und sehr harmonisch. Los ging es am Parkplatz Hinterbrand, nahe der Jenner-Mittelstation. Nach dem Jenner-Gipfel, mit beeindruckendem Panoramablick über den Königssee, verlief die Route über den Pfaffenkegel zum Stahlhaus. Am zweiten Tag entdeckten wir Birkhühner auf dem Schneibstein, Steinböcke nahe des Seeleinsees und weibliches Rotwild an der Wasseralm. Am nächsten Morgen kreiste ein Steinadler über unseren Köpfen, Murmeltiere sonnten sich vor ihren Bauen und Waldameisen krabbelten während des Ameisen-Referates über unsere Füße. Vorbei am Halsköpfl (wo man endlich mal wieder „Netz“ hatte…), dem Schwarz- und dem Grünsee, wanderten wir am dritten Tag zum Kärlingerhaus am Funtensee. Dort wurden Frau Reicheneder und Herr Rettelbach von ehemaligen LTG-Abiturienten überrascht, die aufgebrochen waren, um noch einmal „P-Seminar-Luft“ zu schnuppern… 5 der „Ehemaligen“ waren beim letzten Biologie-P-Seminar im Jahr 2023 dabei (Luisa Lerner, Nessi Ioannidis, Marina Kempf, Maxi Schmidt und Jan Liu) – Ludwig Abel (Abiturjahrgang 2022) vervollständigte das Sextett. Dieses außergewöhnliche „Gipfeltreffen“ wird in Erinnerung bleiben! Am vorletzten Tag der Wanderung ging es über den „Trischübel“ in’s wildromantische und durch seinen gewaltigen Schuttstrom einzigartige Wimbachtal – dabei trafen wir auch auf mehrere Gemsen. Nach einer letzten Übernachtung in der Wimbachgrieshütte und einem kurzen Abstecher in die Wimbachklamm, erreichten wir – bereichert durch nette Gespräche und schöne gemeinsame Erlebnisse – wieder heimatliche Gefilde.
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Auch heuer nimmt das LTG wieder mit zahlreichen Teams, hoffentlich so erfolgreich wie die letzten Jahre, beim Stadtradeln teil. Im Rahmen dieser Mobilitätswochen und der Bewerbung als Klimaschule wurde der Jugendleiter des Radvereins Prien, Bernd Ramming, ans LTG eingeladen, um Tipps und Tricks fürs Radfahren mit der Klasse 7c zu üben. Nachdem Herr Ramming den Schülern erklärt hatte, wie man einen Radhelm passend einstellt und Tipps zur Sicherheit beim Radfahren gab, wurde ein Parcour aufgebaut und los gings. Mit großem Geschick schafften es alle, sich in unterschiedlichen Wettkämpfen zu behaupten: In einem immer kleiner werdenden Kreis, sich möglichst lange auf dem Rad zu halten, verschieden Slalomrouten zu testen, unterschiedliche Bremsvarianten auszuprobieren oder sich so lange auf dem Rad zu halten und langsam zu fahren, dass man der Letzte im Schneckenrennen wird. Vielen Dank an Herrn Ramming für das informative und abwechslungsreiche Radtraining, die Schüler waren mit großer Begeisterung dabei und haben auf jeden Fall etwas im Umgang mit dem Rad dazugelernt. Vielleicht hat das ja auch zu einem Mitgliederzuwachs im Radverein geführt und die Schüler auch zur Teilnahme am Stadtradeln motiviert, so dass sich weiterhin viele Menschen fürs Radfahren begeistern und fleißig CO2 einsparen. Die letzte Woche des Kilometersammeln beginnt, ihr könnt euch immer noch anmelden und auch die Kilometer nachtragen. Viel Erfolg! Text und Bilder: Kristina Reicheneder
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Im Rahmen des Outdoorkonzepts besuchten unsere Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen den Wastlhof in Elperting. Auf dem Programm stand ein spannender Workshop mit einem Förster zum Thema Waldnutzung und Waldboden. Dabei konnten die Kinder den Lebensraum Wald hautnah erleben und viele neue Eindrücke und Erkenntnisse sammeln. Anschließend erkundeten sie die Freilandeierhaltung des Wastlhofes mit Maria Riepertinger. Woher kommen eigentlich unsere Frühstückseier? Wie leben die Hühner und was fressen sie? Was bedeutet der Eiercode? Und wie funktioniert die Direktvermarktung ab Hof? All diesen Fragen gingen die Kinder auf den Grund – und erhielten viele interessante Antworten. Zum krönenden Abschluss gab es für alle frische Waffeln – ein gelungener Ausklang eines lehrreichen Ausflugs mit vielen neuen Erkenntnissen rund um Wald und Landwirtschaft. Vielen Dank an das Team vom Wastlhof, das uns wie immer herzlich empfangen und bestens informiert hat. Text: Anna Lutz Bilder: Britta Korte, Anna Lutz
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Auch in diesem Jahr stellten sich unsere Schülerinnen und Schüler dem herausfordernden Informatik-Biber-Wettbewerb. Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich mit informatischen Aufgaben spielerisch auseinandergesetzt und dabei ihr digitales Denkvermögen geschärft. Wie jedes Jahr hatten die Teilnehmer die Wahl, den Wettbewerb in Einzel- oder in Partnerarbeit zu bestreiten. Unsere Schule konnte heuer 444 Teilnahmen verzeichnen. Insgesamt nahmen 542.997 Schülerinnen und Schüler am Informatik-Biber teil, wobei die besten 5,15 Prozent mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurden. Bei uns erhielten diesen Nathalie Almer, Magdalena Gaiser, David Hamberger, Linus Hanel, Johanna Benkeser, Maya Heinlein, Jakob Oberlechner, Anton Wegezeder, Laurent Ohliger, Alexander Sigl, Jakob Konnert, Franziska Lermer, Johanna Stangl, Veronika Schrödel, Luzia Trentini, Marlena Pfaller, Toni Müller, Sabrina Mayer, Corinna Almer, Philipp Grunert, David Ruhsamer, David Schwendemann und Daniel Staller. Traditionell werden die besten 2 Prozent aller Teilnehmer mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Bei uns erhielten diesen sogar 18 Teilnehmer (ca. 4 Prozent), darunter ein paar „Newcomer“, sowie einige „Wiederholungstäter“: Leohnhardt Liebhardt, Benedikt Unterberger, Jonas Ofner, Theodor Anemüller, Benjamin Grabmann, Ida Gully, Elisabeth Kronast, Noah Andonov, Felix Badenberg, Johanna Kleemann, Julika Schellhammer, Adele Dehmelt, Noah Mink, Leopold Lochner, Michael Muxeneder, Robin Pfohl, Levi Sterkel und Korbinian Gaiser. Wir sind stolz auf unsere talentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freuen uns über ihre herausragenden Leistungen im Informatik-Biber-Wettbewerb! Bericht: Christoph Thiele Bilder: Leonhard Huber, Christoph Thiele
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Ein Schelm, wer an ein Wortspiel glaubt. LTG steht für des Ludwig-Thoma-Gymnasium und jetzt auch für „Literatur tut gut“, ein neues Format für eine bunte Vielzahl literarischer Initiativen der Fachschaft Deutsch. Unter anderem sollen dazu regelmäßig Autoren mit Rang und Namen aus „der allerersten Liga“ zu öffentlichen Leseveranstaltungen der Schule eingeladen werden. Die LTG-Familie zeigt sich wie so oft kulturell inspiriert, gesellschaftlich aufgeschlossen und mit ihrem Umfeld entsprechend verwurzelt und wächst an solchen Abenden in literarischer Atmosphäre über ihre gewöhnlichen Grenzen. Schon die Startveranstaltung verfehlte nicht ihre Wirkung. Denn mit seiner Lesung sorgte der bekannte Bestsellerautors Ewald Arenz für vergnügliche Unterhaltung im weitgehend vollen König-Ludwig-Saal. Arenz hatte „Der große Sommer“ mitgebracht, einen Roman, der die Jugend-Erlebnisse von Frieder schildert. Frieder, der wohl sitzen bleiben wird, der schwer verliebt ist in Beate und der seine Sommerferien bei den Großeltern verbringen muss, um vom strengen Opa für die Nachprüfung geschliffen zu werden. So manches Kapitel weckte beim Publikum Ü40 eigene Jugend-Erinnerungen und zauberte Lächeln in die Gesichter wie das Telefonieren aus der Telefonzelle. „Das Austeilen der Schulaufgaben erfolgte nach dem ABC und nicht nach Noten, das freute nur die Streber…“, während „…das unvermeidliche Sportfest in der letzten Schulwoche mit dem Höhepunkt Fußballturnier zwischen Oberstufe und Lehrer.“ Der nonchalante Schreibstil, der charmant und gewandt vorgetragene Erzählfluss und die bildhaften Beschreibungen zogen aber auch die jungen Zuhörer in den Bann: Sei es die Skizzierung des Sprungbretts im Freibad, denn das „…7,5 m Brett war scheißhoch“, die Aussage: „Mein Vater bekam von meiner Mutter Taschengeld…“ oder die Umschreibung von Verliebtsein als „temporäre Hormonvergiftung“. Die Zuhörer hingen quasi an Arenz’ Lippen. Viel zu schnell verging die Zeit. Ewald Arenz beließ es nicht bei der Lesung, sondern stand auch für Fragen seiner Zuhörer zur Verfügung. Wie er denn auf den Namen Frieder gekommen sei, wollte ein Schüler wissen. Da sei schon viel eigenes Erleben eingeflossen, antwortete der Autor und verwies auf seinen eigenen Vornamen. Die Geschichte habe auch „etwas gebraucht, das altmodisch klingt.“ Und Beate? „Beate mag ich, das steht für glücklich“, erklärte Arenz. Überhaupt beinhalte der Roman gewisse autobiografische Züge, allerdings sei vieles ver- und erdichtet. Und um eine solche Geschichte zu schreiben, brauche es einen gewissen zeitlichen und literarischen Abstand. Einiges von Frieder treffe auf ihn zu, gab Arenz freimütig zu. Er selbst sei beispielsweise mehrmals durchgeflogen, in der zehnten Klasse gar wegen „mangelhaft“ in fünf Fächern: Mathematik, Physik, Englisch, Französisch und Latein. Eine Aussage, die für befreite Lacher im Publikum sorgte. Ein Fakt, wiederholte Arenz. „Meine Schüler finden das interessant.“ Denn er sei ja auch Englisch- und Geschichtslehrer. Etliche große Schriftsteller wie Schiller oder Goethe hätten einen Lehrberuf ausgeübt. Er selbst sei Lehrer geworden, um schriftstellerisch tätig sein zu können. Wie er es schaffe, seine Zeit für seinen Job als Lehrer und als Schriftsteller unter einen Hut zu bringen, wollte ein Leh-rer wissen. Er besetze nur eine halbe Stelle und schreibe, wann immer es geht, erklärte Arenz. In den Ferien, am Wochenende, im Zug, eigentlich immer und überall. Zum Abschluss dankte er den Schülerinnen und Schülern, die so zahlreich erschienen. Das sei „nicht selbstverständlich,“ sondern zeuge von einer guten Atmosphäre an der Schule. Arenz hob auch die Buchhändlern hervor, denn sie, „und nicht Amazon!“, empfehlen die Bücher weiter, „machen sie zu Bestsellern, die eben nicht am Schreibtisch, sondern vor Ort entstehen.“ Ein charmanter Wink mit dem Zaunpfahl, denn die LTG-Veranstaltungsreihe wurde von Frau Ganter von der gleichnamigen Buchhandlung beraten und mit Büchern von Ewald Arenz bestückt, die der Schriftsteller persönlich signierte. Rolf Weigand, zweiter Vorsitzender des Förder- und Freundeskreis des LTG Prien, hatte sich in seinem Willkommensgruß erfreut gezeigt, dass die inner- und außerschulische Veranstaltung so großen Anklang bei Jung und Alt fand. Etwa 450 Gäste hatten ihren Weg in den Saal gefunden. Auch LTG-Direktor Rainer Hoff dankte allen Beteiligten für das Zusammenwirken: Der Fachschaft Deutsch, die den neuen literarischen Rahmen mit Ereignischarakter initiiert und diese Premierenveranstaltung organisiert hat, dem Förderkreis, der als Veranstalter-Komitee Verantwortung trug und das Rückgrat stärkte, den Schülerinnen und Schülern, die als Kompetenz-Team das Event nicht nur kulinarisch abrundeten, dem Publikum und eben vor allem auch dem Schriftsteller Ewald Arenz, der mit seiner Lesung den literarischen Reigen eröffnete. Fest steht damit: „LTG - Literatur tut gut.“ Elisabeth Kirchner (OVB) & Andreas Hauptmann (LTG)
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