Frauenpower beim empowerMINT-Projekt der TH Rosenheim

Ein Blick hinter die Kulissen von Wissenschaft und Technik – speziell für Schülerinnen: Genau das hat uns das empowerMINT-Projekt der TH Rosenheim versprochen. In diesem Bericht möchten wir unsere Zeit in diesem Programm Revue passieren lassen und Einblicke in unsere Erfahrungen geben. Dabei geht es nicht nur um die fachlichen Inhalte, sondern auch um praktische Erfahrungen, neue Perspektiven und viele Eindrücke, die wir während des Projekts sammeln konnten. Unser Ziel ist es zu zeigen, wie uns dieses Programm einen spannenden Zugang zur Welt der MINT-Fächer außerhalb des Schulalltags eröffnet hat.

Das empowerMINT-Programm richtet sich gezielt an Schülerinnen und ermöglicht Einblicke in verschiedene MINT-Bereiche und Berufsfelder. Organisiert wird das Projekt von der Technischen Hochschule Rosenheim und vor Ort von Steffi Panhans begleitet.

Über mehrere Monate hinweg nahmen wir an unterschiedlichen Terminen teil – darunter Unternehmensbesuche, ein Campus-Aufenthalt sowie Online-Veranstaltungen. Ziel war es, realitätsnahe Eindrücke davon zu vermitteln, wie es ist, als Frau in einem MINT-Beruf zu arbeiten.

Unser erstes Treffen war ein Kick-off in der Firma „Tech Division“. Dort wurde das Projekt vorgestellt, verschiedene Unternehmen präsentierten sich und wir konnten Schülerinnen anderer Schulen kennenlernen. Besonders hilfreich war zudem ein Workshop mit Richard Schneider zum Thema „erfrischend auftreten“, der uns auf unsere spätere Abschlusspräsentation vorbereitete.

Ein besonders spannender und wertvoller Bestandteil des Programms waren die Unternehmensbesuche. Allein die Möglichkeit, Firmen kennenzulernen und mit Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen, war eine einzigartige Erfahrung.

Unsere Gruppe besuchte drei unterschiedliche Unternehmen:

Bei der Nowofol Kunststoffprodukte GmbH in Siegsdorf erhielten wir Einblicke in die Herstellung von Kunststofffolien. Wir durften die Produktionshalle besichtigen, Materialtests im Labor beobachten und teilweise selbst durchführen sowie Einblicke in Lagerung und Versand der Produkte gewinnen.

Der zweite Besuch führte uns zu Heidenhain, einem Unternehmen für hochpräzise Mess- und Steuerungstechnik. Dort konnten wir verschiedene Bereiche kennenlernen – von Physik über Informatik bis hin zur Technik. Besonders beeindruckend war die Größe des Unternehmens und die Vielzahl an Fachrichtungen, die dort zusammenarbeiten.

Als drittes Unternehmen lernten wir die Brückner Maschinenbau GmbH kennen. Neben Informationen zur Produktion und internationalen Zusammenarbeit blieb uns vor

allem die Nachhaltigkeitsinitiative „Yes, we care“ in Erinnerung. Uns wurde dabei bewusst, wie viele einzelne Schritte notwendig sind, bis ein fertiges Produkt entsteht und wie viele Unternehmen im Hintergrund eine entscheidende Rolle spielen, ohne dass man sie im Alltag wahrnimmt.

Unser Fazit zu den Firmenbesuchen: In allen Unternehmen wurde großer Wert darauf gelegt, uns umfassend zu informieren. Besonders die Mitarbeiterinnen nahmen sich viel Zeit, um über berufliche Möglichkeiten für Frauen in MINT-Berufen zu sprechen. Alle unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet, und wir erhielten spannende Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche.

Neben den Unternehmensbesuchen fanden auch mehrere Online-Veranstaltungen statt. Dabei kamen wir unter anderem mit Studentinnen der TH Rosenheim ins Gespräch. Wir führten ein Experiment zum Thema Nachhaltigkeit durch, bei dem wir selbst mit Kunststoffmaterialien arbeiten konnten. Ein weiteres besonders interessantes Thema war die Vereinbarkeit von MINT-Berufen und Familie, zu dem Nicole Strübbe ihre persönlichen Erfahrungen mit uns teilte.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Campus Chiemgau der TH Rosenheim in Traunstein. Dort konnten wir den Studienalltag hautnah erleben und technische Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter und VR-Brillen selbst ausprobieren.

Den Abschluss bildete eine Präsentationsveranstaltung an der TH Rosenheim, bei der alle Teams ihre Erfahrungen vor Familienmitgliedern vorstellten. Zusätzlich gab es kreative Teamaufgaben, bei denen wir gemeinsam Lösungen entwickeln mussten.

Fazit: Insgesamt können wir das Projekt sehr empfehlen – nicht nur für Schülerinnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, sondern auch für diejenigen aus anderen Zweigen. Das Programm bietet eine einmalige Gelegenheit zur beruflichen Orientierung und eröffnet neue Perspektiven.

Wir finden es außerdem sehr positiv, dass unsere Schule dieses Projekt unterstützt, uns die Teilnahme ermöglicht und uns dafür vom Unterricht freigestellt hat.

Bericht und Bilder: Emma Henrich, Nele Henrich und Anna Kurzmann