Unsere Reise mit dem Bus nach Graulhet - zusammen mit Schülern und Schülerinnen der Waldorfschule- begann am Mittwoch, den 18. März um 6:00 Uhr morgens (viel zu früh!). Die Fahrt zog sich, aber wir konnten die Zeit u.a. mit Gesellschaftsspielen und Flechtfrisuren überbrücken. Wir hielten zwischendurch am Bodensee und am Genfersee an, um eine Pause zu machen. Beim zweiten Stopp verlor ein Schüler leider sein Handy im Wasser. Am Abend kamen wir in Vienne an, wo wir in einer einfachen Jugendherberge nächtigten. Der darauffolgende Tag begann früh mit einem Baguette- Frühstück, dann wurde unsere Busfahrt fortgesetzt. Unser nächster Halt war in Orange, wo wir das Amphitheater mit Audioguides besichtigten und einiges über das Theater der Antike lernten. Anschließend hatten wir Freizeit und besuchten einen Markt mit leckeren regionalen Spezialitäten und weiteren tollen Ständen. Besonders der Sonnenbrillenstand freute sich über unseren Besuch. Immer weiter in Richtung Graulhet hielten wir dann auch noch am weltberühmten Pont du Gard.
Am Abend kamen wir endlich an unserem Reiseziel an und wurden herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Nach einer erholsamen Nacht verbrachten wir einen wundervollen Tag, an dem wir das Schulleben unserer Austauschpartner kennen lernen durften. Gut gestärkt mit Moules- Frites zu Mittag in der Cantine erkundeten wir die Stadt und das Ledermuseum.
Am Willkommensabend lachten und spielten wir und genossen so die Zeit. Jeder einzelne verbrachte das Wochenende in der jeweiligen Familie mit schönen neuen Erfahrungen und Erlebnissen. Von sportlichen Aktivitäten über Ausflüge in die Natur und Stadtbesichtigungen war alles dabei.
Am Montag Montag trafen sich die deutschen Schüler wieder, um Toulouse unsicher zu machen. Wir besuchten die romanische Kathedrale Saint Sernin, und später das Airbus-Gelände, welches vor allem die Jungs faszinierte. Dort zeigte uns unser Guide die Montagehallen des A320 und erklärte uns viel über den Bau von Flugzeugen, dem Standort in Toulouse und die Zusammenarbeit innerhalb Europas. Außerdem bestaunten wir viele neu gefertigte und zur Auslieferung bereite Flugzeuge sowie den seltenen Airbus-Transport-Flieger „Beluga“. Nach der Rückfahrt nach Graulhet fand im Rathaus der offizielle Begrüßungsabend durch die Gemeinde mit dem Bürgermeister statt, bei welchem es ein Buffet und für alle ein Gastgeschenk gab. Zum Dank hatten wir eigens das bekannte Lied „Aux Champs-Elysées“ zu „Nous sommes à Graulhet“ umgedichtet, welches wir dort aufführten.
Am nächsten Tag setzten wir im Collège unsere in Prien begonnene Projektarbeit zusammen mit den französischen Schülern fort. An verschiedenen Stationen mit Aktivitäten wie Pantomime, Quiz oder Zeichnen lernten wir französische Sprichwörter kennen.
Im Anschluss daran sind wir mit den Austauschpartnern in zwei Bussen nach Hautpoul zu einer beeindruckenden Hängebrücke gefahren. Nach einem kleinen Anstieg zu Fuß hatten wir von dort einen fantastischen Blick auf die Landschaft. Pünktlich zu Mittag haben wir bei einer alten Burgruine mit einem kleinen Dorf Halt gemacht und hatten dort eineinhalb Stunden Zeit zum Erkunden. Danach sind wir weiter zu einem Holzspielzeugmuseum gegangen. In diesem gab es einen Spielraum mit vielen kleinen selbst gemachten Holzspielen und ein Museum, das wir auch besichtigt haben. Danach sind wir wieder zu unseren Gastfamilien zurückgefahren. Dort konnten wir erneut regionale Gerichte probieren und einiges über die französische Kultur erfahren. Am Mittwoch sind wir früh direkt nach Albi gefahren und haben dort eine Führung im Toulouse-Lautrec-Museum besucht. Mittags hatten wir wieder eineinhalb Stunden Zeit zur freien Verfügung, bevor wir noch zu einer kurzen Besichtigung in die Kathedrale von Albi gegangen sind. Am Nachmittag haben wir noch ein Weingut besucht, wo wir unsere Nase mit verschiedenen Gerüchen getestet und trainiert haben und einen Vortrag über den Weinanbau und die Weinherstellung bekommen haben. Wir durften auch Wein für unsere Eltern kaufen, was auch einige gemacht haben. Im Anschluss sind wir zurück zu unseren Gastfamilien gefahren und haben gemeinsam den bereits letzten Tag in Graulhet ausklingen lassen. Denn am Donnerstag mussten wir leider die Rückreise antreten. Der Abschied war sehr traurig, aber auch voller Freude darüber, dass wir diese Woche zusammen verbringen konnten. Die Pause in Carcassonne war windig, aber schön. In der mittelalterlichen Burg gab es viele Geschäfte, wo wir noch Souvenirs für unsere Familien kaufen konnten. Als wir dann abends zur Zwischenübernachtung in Nizza ankamen, war die ganze Stadt in Abendrot getaucht, und wir konnten das kalte Meer spüren. Den letzten Tag verbrachten wir die meiste Zeit im Bus mit nur kurzen Stopps. Am Abend kamen wir nach zehn Tagen endlich wieder in Prien an und wurden herzlich von unseren Familien begrüßt. Zusammenfassend war der Austausch ein tolles, unvergessliches Erlebnis. Vive l‘échange!
Bericht und Bilder: Amelie Fricke, Joshua Reu, Julian Stadler, Philipp Jung, Eva Bogenberger