„Wie kalt ist es in der Antarktis?“…

… war die Frage von Charlotte Freund (6c) an den Biologen und Polarforscher Simeon Lisovski vom Alfred-Wegener-Institut und den ZDF-Reporter Carsten Behrendt, die vor kurzem von einer dreiwöchigen Antarktismission mit dem Segelboot „Malizia Explorer“ zurückgekehrt sind. Mehrere Klassen des LTG von Frau Liebisch (8e) und Herrn Rettelbach (6c, 10b) nutzten die Gelegenheit, an einer Teams-Live-Schaltung mit den beiden Expeditionsteilnehmern teilzunehmen.

Im Rahmen des Projektes „ZDF goes Schule“ berichteten Herr Lisovski und Herr Behrendt von ihren Erlebnissen auf dem Weg von Argentinien zu den „Danger-Islands“. In diesem ersten antarktischen Schutzgebiet unter deutscher Verantwortung wurden u. a. Untersuchungen zur Häufigkeit und Biologie verschiedener Pinguin-Arten durchgeführt. Die bis vor wenigen Jahren unerforschten Inseln wurden genau vermessen, die Nester gezählt, Pinguine besendert und Blutproben genommen. Was man schon jetzt weiß: die Danger Islands sind die Heimat der größten Kolonie der Adelie-Pinguine weltweit – mit mindestens 1 Million Brutpaaren. Die Pinguine sind Indikatoren für den Zustand des Ökosystems und die Auswirkungen des Klimawandels. Darauf zielte auch die Frage von Melina Winter und Johanna Lex aus der 10b ab, die wissen wollten, „ob sich die Auswirkungen des Klimawandels in der Antarktis bereits bemerkbar machen“. „Wir sehen hier konkret, wie Gletscher zurückgehen“, so einer der Forschungsreisenden, „wir können jetzt in Buchten hineinfahren, die vor 15 Jahren noch voller Eis waren. Die antarktische Halbinsel erwärmt sich doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Und wir finden im Wasser und den Tieren Schadstoffe, die nie hier emittiert worden sind."

Herzlichen Dank an unser „ZDF goes Schule-Team“ Frau Hügel und Frau Hohe für den Hinweis auf diese interessante Veranstaltung! Wir schalten gerne wieder ein, wenn es heißt: LTG goes Antarktis!

Bericht und BIlder: Thomas Rettelbach