Unsere Stärke – unsere Zukunft

Die Idee zu dem Projektthema ist im Rahmen einer Recherche zum Wettbewerbsthema "Mit Chemie zu Innovation" im Rahmen des 14. Projekt-Wettbewerbs des VCÖ (= Verband der Chemielehrer/innen Österreichs) in der Klasse 10a entstanden. Das LTG wurde zur Wettbewerbsteilnahme eingeladen, das es erfolgreich am letzten Wettbewerb ("Link zum Verkehrsprojekt auf unsere Webseite") teilgenommen hat. Im Vorfeld war im Chemieunterricht die Problematik der fossilen Rohstoffe ein Thema. Das Problem eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen und die Möglichkeit des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe in vielen Bereichen des Lebens ist äußerst bedeutsam für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Es fand sich ein Projektteam aus drei Pädagogen (Frau Alkofer (Ph), Herr Wagner (Bio) und Herr Hollweck(Ch)) und der Klasse 10a zusammen. Alle beteiligten Lehrkräfte sind in diesem Jahr in der Klasse im Einsatz. Bei dem Projekt bearbeiten die Fächer Chemie, Biologie und Physik Hand in Hand das Thema „Stärkefolie“ aus verschiedenen Blickwinkeln.

Unser Projekt gliedert sich in drei Module:

Modul 1: Chemie unserer Stärke

Gegenstand ist hier die experimentelle Herstellung von Stärkefolien. Ebenso wird die Stärke chemisch untersucht und auf zwei Arten abgebaut. Dieses Modul umfasst vier Doppelstunden. Die Schüler arbeiten in Gruppen und sind durchgehend selbsttätig. Zusätzlich wurde auf Anregung der Schüler eine Befragung der örtlichen Supermarktfilialen hinsichtlich kompostierbarer Stärkebeutel im Sortiment durchgeführt.

Modul 2: Biologie unserer Stärke

Schwerpunkte sind hier die ökologischen Aspekte in Zusammenhang mit der nachhaltigen Nutzung biologisch abbaubarer Folien im Kontrast zu konventionellen Kunststoffen. Zusätzlich werden noch weitere Gebiete wie angewandte Biologie, Kreativität und ökonomische Aspekte mit integriert. Die Schüler gehen in Teams arbeitsteilig vor und präsentieren ihre Ergebnisse auf verschiedene Weise.

Modul 3: Physik unserer Stärke

In dieser Unterrichtseinheit sollen Materialeigenschaften der selbsthergestellten Stärkefolien sowie von Frischhaltefolien und von einem österreichischen Supermarkt erworbene Stärkemülltüten durch sorgfältiges Beobachten und Experimentieren untersucht werden. Außerdem entdecken die Lernenden das Phänomen der Interferenz von Licht am Doppelspalt. Dabei arbeiten die Schüler selbständig in Kleingruppen, wodurch ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit gestärkt wird.

Multiplikation der Ergebnisse des Projekts:

Diese erfolgt als Ausstellung im Chemietrakt, auf der Webseite der Schule und vor allem in Unterrichtsstunden anderer Klassen durch die Gruppen aus der 10a. Hierbei werden die anderen Schüler in Kleingruppen von den Teams der Schüler der Klasse 10a unterrichtet. Dies erfolgt nach dem didaktischen Prinzip „Lernen durch Lehren“ (LdL[1]).
Die Module sind vom Lehrerteam bei mehreren Treffen und in Einzel- und Partnerarbeit im Austausch mit der Klasse konzipiert und durchgeführt worden. Dank gilt der Schulleitung und den Lehrkräften, die Zeit für die Multiplikation in ihrer Unterrichtsstunde eingeräumt haben.

Ernst Hollweck im Namen des Teams