Sprache verbindet

„Das Leben ist zu kurz um Deutsch zu lernen“ - Dieser Auffassung war der irische Schriftsteller Oscar Wilde. Wir können diese Auffassung jedoch nicht teilen. Ganz im Gegenteil - für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in Deutschland leben, ist es sehr wichtig, die deutsche Sprache zu beherrschen. Dieser Aufgabe hat sich das Projekt „Sprache verbindet“ an unserer Schule angenommen. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Deutschlernen zu unterstützen. Wie sieht diese Unterstützung konkret aus? Schüler/innen ab der 10. Klasse haben jeweils in Prien oder Bernau Patenkinder im Kindergarten- oder Schulalter (Ansprechpartner für Prien ist Frau Binter und für Bernau Frau Gauto-Feitl). Wir zum Beispiel, drei Schülerinnen aus der Q11, setzen das Projekt mithilfe des Laurentius-Kindergartens Bernau, der uns großzügig Raum, Rat und Spiele zur Verfügung stellt, um. Unsere Patenkinder, denen wir seit Januar 2015 einmal wöchentlich spielerisch Deutsch näherbringen, sind zwischen 5 und 6 Jahre alt. Dabei lassen wir sie von ihren täglichen Erlebnissen erzählen, singen zusammen und spielen Brettspiele. Nach über einem Jahr der Sprachförderung haben wir bereits mit Freude erhebliche Fortschritte festgestellt. So ist beispielsweise aus einem „genehmt“ ein „genommen“ geworden. Unserer Meinung nach ist das Projekt sehr wichtig, da es die Integration fördert. Es ist vor allem deshalb so wichtig, dass die Kinder im Kindergarten und in der Schule Deutsch sprechen und eine spezielle Sprachförderung bekommen, weil deren Eltern zuhause in der Regel mit ihnen in ihrer Muttersprache kommunizieren. Also hoffen wir, dass wir dieses Projekt noch lange fortführen können, da es uns viel Spaß bereitet und uns die Kinder sehr ans Herz gewachsen sind.
An dieser Stelle möchten wir dem Rotary Club Prien ganz herzlich für seine Unterstützung danken!


Veronika Mehlhart, Vanessa Steiniger, Sophia Kaufmann Q11
Leonarda Gauto-Feitl