http://www.google.de/search?q=salzburger+landestheater+ilias+bilder&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwiSvq_Vq-_SAhVGGCwKHWn4ALMQsAQIJQ&biw=1164&bih=780&dpr=1.1#imgrc=dsbrMpwEgZ6BbM:&spf=192

Die „Ilias“, Homers Bericht vom trojanischen Krieg in Versform, zählt neben der „Odyssee“ zu den ältesten Epen der europäischen Kulturgeschichte. Menschen lieben, leiden, kämpfen und töten, während die Götter vom Olymp aus alles beobachten und nach Lust und Laune die Fäden ziehen. Sinn, Unsinn und Missbrauch von Macht, darum geht es in dem ca. 3.000 Jahre alten Stück und dadurch ist es durchaus aktuell. „Das ist ein großer europäischer Stoff. Und es ist die Geschichte eines Krieges, wie wir ihn im Moment erleben.“ so Carl Philip von Maldeghem, Intendant des Salzburger Landestheaters. Er hat das Mammutwerk von 16000 Versen in verkürzter Form auf die Bühne gebracht. Und nicht nur Schauspieler, sondern auch Sänger und Tänzer bevölkern die Szenerie.

Ein gewagtes Unterfangen, das eine Gruppe von knapp 50 Schülern, bestehend aus den Lateinkursen der Q 12, dem W-Seminar von Frau Auer sowie interessierten Schülern der 10. und 11. Klasse unter Begleitung der Lehrkräfte Haberl, Auer, Dr. Brecht und Pöhlmann besuchten.

Der Fokus dieser Inszenierung ist auf das Götter-Menschen-Gemenge gerichtet und dieses vollzieht sich – Übertitel machen es möglich! - in 5 Sprachen. Athene führt ihren Kleinkrieg mit Zeus in englischer Sprache, Apollo zürnt russisch im Fernsehen, Hera spinnt ihre Intrigen auf Griechisch und Aphrodite spricht arabisch, um die Männerwelt zu verführen. Immer wieder sieht sich Göttervater Zeus gezwungen eine Versammlung einzuberufen, doch diese endet meist in wilden Partys.

Die verschiedenen Sprachen heben die Götter vom Geschehen auf der Erde ab. Dort wird nämlich deutsch gesprochen. Doch das Verhalten der Menschen ist ähnlich. Die schöne Helena verdreht den Männern den Kopf, während die griechischen Helden Achill und Agamemnon private und politische Fehden austragen.

Wie bei Homer ist in dieser Inszenierung die Wut des Achill das zentrale Motiv. Sein Zorn lässt kein vernunftgesteuertes Handeln zu und führt letztendlich zur brutalen Ermordung des trojanischen Helden Hektor.

Am Ende des Stückes bleibt jedoch ein Hoffnungsschimmer, denn da zeigt selbst Superheld Achill Mitleid und überlässt dem alten trojanischen König Priamos seinen toten Sohn zur Bestattung.

Ein durchaus anspruchsvoller Stoff in einer sehr bunten, lebendigen und kurzweiligen Umsetzung, die jedoch aufgrund des hohen Tempos, der epischen Sprache sowie des Sprachengewirrs dem Zuschauer einiges an Konzentration abverlangte. So empfand es der ein oder andere Schüler als „ganz schön anstrengend“ oder vermisste, dass Götter und Helden nicht in antikem Gewande auftraten. Vor allem unsere Schülerinnen hätten einer „klassischen Inszenierung in schönen Kostümen“ den Vorzug gegeben. Andere wiederum lobten gerade den  „modernen Anstrich“, denn dies unterstreiche „den zeitlosen Charakter dieses Stücks“.


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