Wollte man das Konzept von „Sprache verbindet“ erklären, würde man wohl sagen, dass man dabei Flüchtlingskindern oder Kindern mit Migrationshintergrund einmal die Woche für eine Stunde spielerisch die deutsche Sprache näher bringt.

Aber es ist eigentlich viel mehr als das. Es ist nicht nur Hausaufgaben betreuen, Brettspiele spielen, Singen, Tanzen, Puzzeln ... Es ist eine Stunde, auf die man sich freut, denn unabhängig davon, dass man die ältere Person ist, man lernt unglaublich viel von den Kleinen. Durch die Geschichten, die sie erzählen, und die Art, wie sie mit einem umgehen, wird man ein Teil ihrer Geschichte und ihrer Kultur. Schon nach einigen gemeinsamen Stunden fühlt man sich für die kleinen Menschen, die wahrscheinlich schon mehr in ihrem Leben erlebt und gesehen haben als manch einer von uns, verantwortlich und freut sich, wenn sie auch nur den kleinsten Fortschritt im Schreiben, Rechnen, Sprechen und Regeln einhalten machen. Wenn sie beispielsweise den richtigen Artikel hernehmen oder endlich wissen, was 10 + 4 ist. Auch wird eine Stunde gerne einmal etwas ausgeweitet, denn wenn „Erdbeersahne“ und „Sonnenblume“ gerade auf ihrem Schloss angekommen sind, kann man doch nicht plötzlich aufhören zu spielen und nach Hause gehen ...

Wir glauben, dass es den Kindern genauso viel Freude bereitet wie uns. Jede Woche lernt man neue Eigenschaften der Grundschüler kennen und weiß, mit welchen Aktivitäten man bei ihnen landen kann.

Wir mögen unsere Aufgabe sehr und sehen sie eigentlich gar nicht als Belastung an, sondern eher als Freizeitaktivität, die wir gerne ausüben. Gerade deswegen geht man auch mal mit den Kindern ins Kino, Schwimmbad oder zum Schlittenfahren ...