Skivergnügen mit Promifaktor

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Wir sind am Donnerstag, den 19.1.2017, schon um 9:00 Uhr in Obertauern angekommen. Viele verbrachten die Wartezeit in der Turnhalle mit Spielen wie Volleyball oder Basketball. Andere stellten die Ski ein. Danach waren alle hungrig und es gab Schweinebraten mit Knödeln. Als wir gesättigt waren, gingen wir, die Könner mit Frau Rauen, die Fortgeschrittenen mit Herrn Auer und die Anfänger mit Herrn Falk auf die Piste. Die Könner und die Fortgeschrittenen machten sich mit dem Karl warm, unserem Freund im Lautsprecher, der oben am Schaidberg Aufwärm-Kommandos gibt. Trotz einiger Stürze kamen wir letztendlich abends wieder heil am Jugendalpincenter an. Nach einem leckeren Essen standen Gruppenspiele auf dem Programm. Die Teams hatten lustige Namen: Kahlköpfe, Detlefs, Itchys und Salihamidzic. Dabei hatten wir sehr viel Spaß. Am Ende dieses Tages gingen wir alle hundemüde ins Bett.

Am Freitag gab es ein nahrhaftes Frühstück. Danach ging es auf die Piste, alle hatten viel Spaß. Die Könner fuhren die Tauernrunde, die Anfänger am Anfänger-Lift und die Fortgeschrittenen blaue und rote Pisten. Auf Besuch bei den Anfängern schossen die Könner ein paarmal mit ihnen die Piste hinunter. Das war anstrengend, aber lustig. Mittags nahmen wir eine deftige Mahlzeit zu uns. Dann fuhr Herr Auer mit den Könnern und Frau Rauen mit den Fortgeschrittenen. Herr Falk blieb bei seiner Gruppe. Die Anfänger versuchten sich an einer blauen Piste und die Könner am Gamsleiten 2, der anspruchsvollsten Piste Obertauerns. An diesem Tag war es sehr windig und kalt. Wir fuhren aber alle noch munter weiter. Vor dem Abendessen gab es noch ein bisschen Freizeit. Sobald wir dann satt waren, gingen wir in die Turnhalle und sportelten ein wenig. Später trafen wir uns wieder fröhlich im Gemeinschaftsraum und absolvierten noch ein paar lustige Spiele. Endlich im Bett freuten sich alle schon auf den nächsten Tag und uns fielen schnell die Augen zu.

Nachdem wir am Samstag bei strahlender Sonne für uns zu früh um circa 7:30 Uhr von Frau Rauen geweckt worden waren, machten wir uns über das große und vielseitige Frühstück her. Anschließend zogen wir wieder in drei Gruppen auf die manchmal steilen Pisten los. In der Gruppe der Anfänger wurden sehr große Fortschritte gemacht, sodass inzwischen auch lange Abfahrten gut bewältigt wurden. Die Fortgeschrittenen fuhren mit der Gondel bis auf 2196 Meter hoch. Das war für alle ein tolles Erlebnis. Nach einem warmen Mittagessen inklusive sehr gutem Nachtisch, hatten wir nun einen freien Nachmittag, was viele genossen. Nach dem Abendessen sah die ganze Klasse einen interessanten Sachfilm über Lawinen und Herr Auer erzählte zu diesem Thema eine Geschichte. Der Film war die Einstimmung für die danach folgende Suche nach den Lawinen-Piepsern in den “Familiengruppen”. Dieses Spiel war sehr witzig und spannend. Die beste Zeit lag bei sechs Minuten, die schlechteste bei zwölf, was für diese Gruppe sehr schade war, aber auch für ein Opfer nicht schön gewesen wäre. Nach diesem anstrengenden Spiel fielen wir alle sehr müde ins Bett.

Auch am Sonntagmorgen weckte uns Frau Rauen, so dass wir zum hervorragenden Frühstück erscheinen konnten. Gleich nach dem Essen gingen wir gestärkt auf die Piste. Die drei verschiedenen Gruppen trennten sich, besuchten jetzt aber alle den Karl, um sich aufzuwärmen. Jede Gruppe fuhr ihre entsprechenden Schwierigkeitsgrade und kam mittags wohlbehalten an der Jugendherberge an. Das Essen war wieder sehr lecker. Danach gingen wir erneut auf die Piste und kamen zu einem Unfall: Zwei Schüler der zweiten Gruppe halfen einer Frau, die sich bei einem Sturz das Knie verletzt hatte, indem sie die Pistenrettung informierten. Ein Schüler der Könnergruppe stürzte leicht auf der schwersten Abfahrt. Glücklicherweise passierte nichts, außer dass Frau Rauen Ski und Stöcke einsammeln und nach unten bringen musste. Wir fuhren dann noch die letzte Abfahrt und kamen müde, aber heil am Quartier an. Dort wartete schon ein Mitschüler, der für ein Skirennen befreit gewesen war und auch gewonnen hatte. Wir gingen nun in die Turnhalle und spielten Völkerball. Nach dem leckeren Abendessen versuchten die Lehrer uns ihre telepathischen Fähigkeiten zu beweisen. Danach gingen wir todmüde ins Bett.

Es war Montagmorgen und der Tag fing schon mal „gut“ an: Eine Schülerin war krank geworden und hatte so gut wie gar nicht geschlafen. Somit konnte sie auch nicht mitkommen zum Skifahren. Auch bei den Lehrern begann der Tag nicht gerade rosig: Ein Schüler hatte vergessen, das Handy auszuschalten, als er es über Nacht abgab. Für die Lehrer war es ein ziemlich unschönes Erwachen, wer möchte schon um 5.48 Uhr von einem fremden Handywecker geweckt werden? Inzwischen ging das Mörderspiel, das schon einige Zeit lief, in vollem Gange weiter. Einige Leute wurden noch während des Frühstücks „ermordet“.  Aber auch beim Skifahren ging es bunt zu: Es wurde ein Film über die berühmte ehemalige Wetlklasse-Skifahrerin Maria Höfl-Riesch gedreht (Sendetermin 19.3., ARD). Die Gruppe von Herrn Auer wurde dafür beim Aufwärmen gefilmt. Frau Höfl-Riesch stand am Pistenrand, wo sie von einem Journalisten interviewt wurde. Fast wäre ihr ein aufgeregter Schüler reingefahren! Einige Zeit später prüften sich die Könner am Hundskogellift, als erneut etwas schiefging. Eine Bindung öffnete sich gerade beim Einsteigen in den Sessellift. Der Ski blieb herrenlos am Einstieg zurück. Eine Schülerin, die den nächsten Sessel nehmen wollte, konnte noch artistisch aussteigen. Sie nahm den Ski mit, der oben sehr dankbar wieder angeschnallt werden konnte. Die Könner waren wirklich vom Pech verfolgt. Später „schrottete“ auch noch jemand seine Bindung. Die Gruppe musste die Servicestation aufsuchen, wo sich herausstellte, dass der Ski nicht zu reparieren war. Mit Leihski ging es weiter. Bei den Anfängern und Fortgeschrittenen gab es an diesem Vormittag keine Unfälle. Nach dem Mittagessen wurde weitergefahren. Am späten Nachmittag war es dann soweit: die letzte Abfahrt. Vorher konnten wir uns aber noch vom Karl verabschieden. Wir werden ihn aber eher nicht vermissen. Nach der Heimkehr mussten die Leihskischuhe und -ski zurückgegeben werden. Danach merkte man schon langsam, dass das Candle-Light-Dinner bevorstand: Die Jungs gingen das ganz „gechillt“ an, wohingegen die Mädchen sich die Haare schön machten, etwas Schickes anzogen und sich schminkten. Im Endeffekt war die ganze Aufregung umsonst. Man musste sich, wenn man in den Speisesaal ging, Arm in Arm mit dem Partner einhaken. Daraufhin setzte man sich nebeneinander und es gab etwas zu essen. Das wars schon... Mehr nicht! Man aß Chickenwings und Folienkartoffeln und redete miteinander! Und dafür die Aufregung! Nach dem Essen gingen wir alle zusammen in die „Disco“ und Frau Rauen heizte die Stimmung musikalisch auf. Die Mädchen sangen mit und tanzten begeistert, die Jungs ebenfalls, wenn auch weniger mit der Begründung, sie mochten die Musik nicht immer. Um halb zehn Uhr war Schluss, Schlafenszeit. Das Mädchen, das krank geworden war, wurde von ihren Eltern abgeholt. Einige fingen klugerweise schon mal an zu packen, bevor sie zu Bett gingen. Gegen zehn Uhr war es dann ruhig und alle schliefen. Immerhin war damit zu rechnen, dass Frau Rauen spätestens um sieben Uhr schon wieder da sein würde. Schließlich mussten wir pünktlich aufstehen, damit die Heimfahrt organisiert werden konnte. 

An diesem Dienstag waren um acht Uhr morgens tatsächlich alle Sachen aus den Zimmern geräumt und es wurde gemütlich gefrühstückt. Bis die andere Klasse ankam, saßen wir noch im Speisesaal, aber die Zeit verging schon wieder schnell. Es zeigte sich, dass der Bus dieses Mal kleiner war, so dass wir das Gepäck zum Teil im Sitzbereich unterbringen mussten, doch auch das war kein Problem. Die Heimfahrt kam uns viel kürzer vor als die Hinfahrt.

Das Skilager hat uns unheimlich gut gefallen, deshalb werden wir es nie vergessen. Genießt das Skilager! So etwas hat man nur einmal im Leben!