„Machs Maul auf“

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Rund 30 Jugendliche haben an den Poetry Workshops mit Lars Ruppel teilgenommen und hatten richtig viel Spaß. Mit Lars Ruppel, hat das Evangelische Jugendwerk einen der bekanntesten deutschen Poetry-Stars in die Region geholt, um mit Jugendlichen aus dem Dekanatsbezirk im Ludwig-Thoma- Gymnasium Prien, im Gymnasium Bad Aibling und im Cafe Regenbogen in Rosenheim Gedichten zu arbeiten.

In kleinen didaktischen Schritten hat er die Jugendlichen an die Aufgabe, eigene Texte zu verfassen, herangeführt. 1-Wort Geschichten, Synonyme-Battle und Elfchen-Stories waren die kleinen Übungen, bevor dann alle ihre persönliche Aufgabe gestellt bekommen haben. Die Aufgabe setzte sich aus einer zufällig gewählten Textform, die dann umgesetzt werden sollte, und einem einzelnen Begriff zusammen. Sowohl die Textformen als auch die Begriffe hatten die Jugendlichen zuvor selber zusammengetragen. So kamen bei einem Workshop auf die Frage von Ruppel, welche Begriffe den Jugendlichen zum Thema Reformation einfallen, ganz viele „Loszettel“ zusammen. Liebe, Kloster, Bier, Streit, Revolution, Feudalismus 2.0 sind nur einige Beispiele dazu.

Luther hätte sicher seinen Spaß daran gehabt, wie kreativ und kritisch die Jugendlichen auf ihre Lebenssituationen, die sich im Spannungsbogen zwischen dem Pflanzen eines Apfelbäumchens und einem möglichen Weltuntergang bewegen, schauen. Die Texte waren sehr persönlich, sozialkritisch oder politisch und die Stimmungsbandbreite reichte von melancholisch bis lustig. Selber denken, selber schreiben und auch den Mut zu haben seinen eigenen Text vor den anderen vorzutragen ist das, wozu Lars Ruppel die Jugendlichen animieren konnte.

Mit Luther-Zitat „Machs Maul auf“ wollte das Jugendwerk die Jugendlichen animieren Stellung zu beziehen. um sich im besten Sinne reformatorische Gedanken zu machen. Lars Ruppel und das Jugendwerk sind sich einig „Das Experiment ist gelungen. „Wenn ich diese Texte höre, weiß ich, dass ich mir um unsere Jugend keine Sorgen machen muss“, sagte Ruppel am Ende des dritten Workshops und begründete es so. „Die Kids haben so viel zu sagen und reflektieren was passiert, das ist cool.“