Gab es schon 300 vor Christus Batterien?

MINTMINT

1800 fand der italienische Physiker Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta (1745-1827) eine Vorrichtung, die traditionell als erste elektrische Batterie galt. Er stapelte abwechselnd mehrere Scheiben aus Kupfer und Zink aufeinander, zwischen denen jeweils ein in Salzwasser getränktes Tuch lag. Verband man das obere Ende des Stapels durch einen Draht mit dem unteren Ende, begann ein elektrischer Strom zu fließen.

Allerdings hatte man einige archäologische Artefakte gefunden, die vielleicht  darauf schließen lassen, dass es die Batterie schon mehr als ein Jahrtausend vor dieser Erfindung gegeben hat. 1938 entdeckte der deutsche Archäologe Wilhelm König während seines Aufenthalts in Bagdad ein 13cm-großes Tongefäß. Darin steckte ein Kupferzylinder, der einen Eisenstab umschloss. Das Gefäß zeigte Anzeichen von Korrosion und schien einst eine schwache Säure, wie etwa Wein oder Essig, enthalten zu haben. König hielt dieses Gefäß für galvanische Zellen oder Teile einer Batterie.

Brauchten die Menschen damals die Bagdad-Batterie für Akupunktur oder um die Anbeter von Gottheiten zu beeindrucken?