Das Ende eines Jahrhunderts (die Linde)

Bereich: Umwelt, SMV, Allgemein


Das Ende eines Jahrhunderts

Tag für Tag laufen wir daran vorbei, ohne zu bemerken, dass dort eine wunderschöne, uralte, aus Ludwig Thomas Zeiten stammende Linde steht. Beziehungsweise stand. Nun liegt sie tot und zerstückelt im Schulgarten, ein Trümmerhaufen in der Schule. Erst jetzt fällt uns auf, was der Baum uns wirklich bedeutet. 

Es gab triftige Gründe für die Fällung. Die Fällung einer Linde, die ein Jahrhundert lang Schatten spendete, die Lebensraum für unzählige Lebewesen darstellte und ganz nebenbei täglich 9000 Liter CO2  gebunden und ebenso viel Sauerstoff freigesetzt hat. 

Wenn wir schon nicht rechtzeitig informiert werden und das Desaster erst nach den Ferien entdecken müssen, sollten wir dann nicht wenigstens bei der Verwendung des Holzes mitreden dürfen? Aufgrund der Kleinteile, in die der Baum zerlegt wurde, wird das Holz vermutlich nur noch als Brennholz verwendet. Um ihm die letzte Ehre zu erweise, hatten wir die Idee, aus den Resten Sitzgelegenheiten oder Skulpturen herzustellen, sofern diese Möglichkeit besteht.

Aber vielleicht hat der Baum ja auch Platz geschaffen für neues Leben...


Die alte Linde

von Melina Rumold (10b)


Einst war eine alte Linde, die ihr Leben im Schulgarten genoss,

wuchs heran von einem kleinen Spross,

bis hin zu einem mächtigen Baum,

aber jetzt ist er nur noch ein Traum.


Schüler liefen an ihm vorbei, 

und sogar Ludwig Thoma sei

schon oft vor ihr verweilt,

schon vor sehr viel längerer Zeit.


So ist die Linde Bestandteil der Geschichte

und es kursieren schon Gerüchte,

doch viele wissen nicht, was geschehen ist,

aber der Baum wird schon von manchen vermisst.


So ein alter Baum, der in vielem nützlich war,

zum einen als Schattenspender in der Hitze

und als Ökosystem war er spitze,

doch jetzt ist er einfach nicht mehr da.


Doch was macht man jetzt mit dem Holz?

Man könnte es verarbeiten zu schönen Bänken,

um der Linde ehrwürdig zu gedenken

und ihr damit die letzte Würde zu schenken.