Lyrikinterpretation mal anders

SchullebenSchulleben

Gottfried Benn: „Schöne Jugend“ (1910)

Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,

sah so angeknabbert aus.

Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.

Schließlich, in einer Laube unter dem Zwerchfell

fand man ein Nest von jungen Ratten.

Ein kleines Schwesterchen lag tot.

Die anderen lebten von Leber und Niere,

tranken das kalte Blut und hatten

hier eine schöne Jugend verlebt.

Und schön und schnell kam auch ihr Tod:

Man warf sie allesamt ins Wasser.

Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschen!


Nach der Analyse des expressionistischen Gedichts „Schöne Jugend“ von Gottfried Benn verbildlichten es die Schülerinnen Christina Roß und Melina Grabmeier, beide Q12. Dabei entstanden diese Kunstwerke!