Achtung Aufnahme! Klasse 6d erstellt Hörspiel

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Zur Zeit (12. Juli 2016) arbeitet die Klasse 6d im Deutschunterricht an einer eigenen Hörspielbearbeitung der bekannten Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane. Die Schüler setzten sich zuerst mit Fontanes Originaltext auseinander und diskutierten unter anderem die Gegensätze des alten Ribbeck und seines Erbens. Dabei stand auch die Frage im Mittelpunkt, was Herr von Ribbeck davon hat, andauernd Birnen zu verschenken.

Im nächsten Schritt erstellten die Schülerinnen und Schüler ein Textbuch für die Hörspieladaption, in dem sie das Gedicht in Aufnahmeszenen unterteilten, Sprecherrollen zuwiesen und auch detaillierte Regieanweisungen für die Vortragsweise der Sprecher sowie Ideen für Zusatzgeräusche festlegten, die sinnunterstützend wirken sollten. Diese Übersicht diente im weiteren Verlauf als Orientierungshilfe beim Aufnehmen des Hörspiels.

Danach wurden die Rollen in der Klasse verteilt, wobei sich eine Aufnahmeleitung um Luca Staber, Ferdinand Schnebel, Christian Weiser, Mircea Nikolic und Kilian Huber herausbildete. Diese Schüler sorgten in der Probe- und Aufzeichnungsphase für einen reibungsfreien und professionellen Ablauf – auch wenn leider ab und zu alle Schüler das nicht ganz so angenehme technische Phänomen der Rückkopplung zu hören und spüren bekamen. 

Die Haupt-Sprechrollen ergatterten Elias Ebner mit der Stimme des Herrn von Ribbeck sowie Eva-Maria Bachmaier als Sprecherin des Gedichts. Die beiden wurden von vielen anderen Schülern in Nebenrollen sprechend, schniefend, heulend und auch stampfend unterstützt. Viele der benötigten Requisiten wie zum Beispiel Schlagzeugbecken, Gongs, ein Weihrauchfass oder auch eine ziemlich große Ladung Kies wurden von den Schülern selbst beschafft und mitgebracht. Auch die technischen Geräte stellten die Schüler selbstorganisiert bereit.

Als arbeitsintensivste Phase folgte das Aufnehmen der Toneffekte und Sprechrollen. Dabei lernte die Klasse einige Tricks der foley artists, also professioneller Geräuschemacher, kennen und ahmte diese mit viel Fleiß und Interesse nach oder ließ sich selbst Kniffe einfallen, um ein besonders überzeugendes Geräusch aufzunehmen. Wie sich herausstellte, klingen nämlich beispielsweise rennende Kinder in der Aufzeichnung gar nicht nach rennenden Kindern. In Fällen wie diesen musste man sich kreativ um ein passenderes Geräusch bemühen (vgl. Fotos der Tonaufnahmen). Eine weitere Erfahrung war die notwendige Disziplin beim Aufnehmen in der Gruppe, denn die kleinste Bewegung kann ein Störgeräusch mit sich bringen, das komplette Aufnahme-Takes unbrauchbar macht. In diesem Abschnitt des Projekts erprobten die Schülerinnen und Schüler mit bemerkenswertem Einsatz und mit positiver Detailversessenheit die Gestaltungsmöglichkeiten ihrer eigenen Stimmen.

Momentan fertigen die Projektteilnehmer individuelle Cover und Rückseiten für CD-Hüllen an, um dem Hörspiel eine angemessene Verpackung zu verleihen. Dabei hat sich sogar herausgestellt, dass einige Schüler nun, ohne es vorher speziell trainiert zu haben, große Teile des Gedichts auswendig rezitieren können.

Wer am fertigen Hörspiel Interesse hat, kontaktiert bitte die Klasse 6d, um Erscheinungsdatum, Kaufmöglichkeiten und alles Weitere zu erfragen.