„Kleider machen Römer!“

Dabei mussten sie zunächst feststellen, dass man als Mann allenfalls die Tunika (das Unterhemd), nicht jedoch die Toga (das Obergewand) selbst anlegen konnte. Die gewaltige Länge des Stoffes machte dies nämlich quasi unmöglich. Aber dafür hatte man ja seine Sklaven! Schnell waren bereitwillige Helfer gefunden. Und selbst mit ihrer Hilfe war es noch durchaus schwierig, bis der passende Faltenwurf gefunden wurde. Und wie fühlte man sich nun als junger Römer in einem solchen Outfit? „Das ist gar nicht so bequem“, hieß es da. Denn zum einen lastete der Stoff auf den Schultern, zum anderen konnte man aufgrund der geringen Bewegungsfreiheit nur recht vorsichtig und langsam dahinschreiten. Aber das sah natürlich sehr würdig aus! Zum Glück hatten Kinder in der Regel nur die Tunika an!  

Nicht anders als den römischen Männern erging es den Frauen, wie unsere Mädchen bald bemerken sollten. Auch sie konnten die helfende Hand einer „Sklavin“ gut gebrauchen. Wie praktisch ist da doch die Erfindung eines Knopfes oder Reißverschlusses! Doch das Resultat längerer Mühen konnte durchaus überzeugen.

Sehr schick präsentierten sich unsere neu gefundenen Paare vor römischem Ambiente, sei es im Circus Maximus, in der Villa oder beim Spaziergang: Der Mann als Vertreter der Oberschicht mit  Purpursaum an der Toga und die Dame des Hauses in fescher Farbkombination, aber stets züchtig mit langem Kleid (Stola) und Umhang (Palla). Und wer wusste eigentlich, dass Frauen auch schon in der Antike eine Art BH bzw. beim Sport einen Bikini trugen?