Europatag am LTG – Prien: Im Zeichen von Afrika

Ein außergewöhnliches Thema hat sich das Ludwig – Thoma – Gymnasium Prien für den diesjährigen Europatag ausgesucht – und das zu einem außergewöhnlichen Termin.

Normalerweise wird dieser Tag an den bayrischen Gymnasien Anfang Mai begangen und mit Vorträgen begleitet – dieses Jahr entschied man sich für einen Termin Ende März.

So referierte also am Dienstag, den 26. 3. 2019, Herr Jochen Zellner von der Europäischen Akademie Bayern zum Thema „Mali, Niger, Tschad – Stabilität für die Sahel – Zone – Stabilität für Europa?“.

Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen unseres Gymnasiums verfolgten nach einer Begrüßung von Schulleiter Christian Metken konzentriert die Ausführungen von Jochen Zellner, der unter anderem einige Jahre seines Politikstudiums in Ägypten verbracht hatte.

Zellner zeigte Afrika im Spannungsfeld wirtschaftlicher Interessen – er erklärte unter anderem die Funktionsweise der Zusammenarbeit mit China im Rahmen der „neuen Seidenstraße“ – und einer problematischen politischen Stabilität.

So konnte er die enormen Potentiale des Kontinents, seinen Reichtum an Bodenschätzen, bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum eindrucksvoll veranschaulichen. Gleichzeitig wies er auf die immensen Gefahren des islamischen Terrorismus hin, auf den auch verstärkt afrikanische Volksgruppen wie die Tuareg zur Durchsetzung ihrer eigenen politischen Ziele setzen.

Zellner konnte so zeigen, dass damit eigentlich schon politisch und wirtschaftlich relativ stabile Staaten wie der Tschad plötzlich wieder destabilisiert wurden. Er ging aber auch ausführlich auf die vielfältigen Bemühungen der Europäischen Union ein, diesen Bestrebungen etwas entgegenzusetzen. So gab er einen Überblick über politische Kontakte der EU zu Afrika und zeigte eindrucksvoll, wie die Bundeswehr mit insgesamt 16 Auslandseinsätzen einen großen Beitrag zur Stabilisierung der Region leistet.

Insgesamt erweiterte sich durch den Vortrag von Herrn Zellner der Horizont aller Anwesenden: Wir lernten Afrika als Kontinent großer Probleme kennen – aber eben auch großer Chancen, die es gilt, zu nutzen.